Kosten und Ökobilanz - Was für eine Pelletheizung spricht

dpa, Verivox
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Berlin/Mannheim (dpa) - Öl und Gas werden immer teurer. Das macht andere Heizarten zunehmend attraktiver. Das gilt zum Beispiel für den nachwachsenden Rohstoff Holz. Christian Stolte von der Deutsche Energie-Agentur (Dena) in Berlin verweist auf Holzpellets, die sich als Brennstoff für Einzelöfen in Wohnräumen oder für Zentralheizungskessel einsetzen lassen.

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Pellets sehen aus wie kleine Zäpfchen und haben meist einen Durchmesser von etwa 6 bis 8 Millimetern. Ihre Länge beträgt meist 10 bis 30 Millimeter. Sie werden aus getrocknetem Naturholz ohne die Zugabe von chemischen Bindemitteln gepresst. "Für die Herstellung werden sogenannte Sägenebenprodukte wie Sägemehl oder Hobelspäne benutzt", erklärt Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Energie-Pellet-Verbandes (DEPV) in Mannheim. Bei Einzelöfen würden die Pellets als Sackware von Hand eingefüllt.

"Bei Zentralheizungen werden die Presslinge per Tankwagen angeliefert und in einem Außentank oder einem Raum im Keller gelagert", sagt Heike Wübbeler von der EnergieAgentur in Düsseldorf. Als Pelletlager könne auch der umgerüstete Raum eines früheren Öltanks dienen. Eine Förderschnecke oder eine Sauganlage transportiert die Pellets zum Kessel. Die Bewohner müssen kein Brennmaterial nachlegen, so dass der Pelletkessel fast so bequem wie eine Öl- oder Gasheizung arbeitet. Lediglich der Aschenkasten müsse bis zu fünf Mal im Jahr geleert werden, so Wübbeler. Die Asche lasse sich als Dünger im Garten entsorgen.

Pellets sind als Brennstoff vergleichsweise günstig. "Aktuell zahlt der Verbraucher für sie rund 30 bis 40 Prozent weniger als beim Einsatz von Öl oder Gas", sagt Bentele. Dieses Verhältnis werde sich auf Grund der steigenden Nachfrage nach Öl und Gas mittelfristig weiter zugunsten der Pellets verschieben, prognostiziert der Experte. Auch die gestiegene Produktionskapazität für Holzpellets spreche für stabile Preise und Versorgungssicherheit.

In Deutschland gibt es laut Bentele bereits etwa 80 000 Holzpelletanlagen. Ein Nachteil sind die hohen Anschaffungskosten: "Für ein Komplettsystem muss ein Hausbesitzer mit Mehrkosten von 6000 Euro rechnen." Nach Abzug der staatlichen Förderung von 1500 Euro blieben 4500 Euro zusätzliche Belastung. Eine Pelletanlage sei aber trotzdem eine lohnende Investition, da sich die Mehrkosten über den niedrigeren Brennstoffpreis innerhalb von zehn Jahren rechnen.

"Pellets haben eine gute Umweltbilanz", berichtet Wübbeler. Sie gelten im Gegensatz zu den Energieträgern Öl und Gas als weitgehend CO2-neutral: Bei der Verbrennung der Pellets wird nur die Menge an Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, die der Baum zuvor beim Wachstum aus der Atmosphäre aufgenommen hat. Bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wird dagegen Kohlendioxid freigesetzt, das seit Millionen von Jahren gespeichert ist. Diese Freisetzung führt zu einer Erhöhung des CO2-Gehalts in unserer Atmosphäre und ist maßgeblich für den Treibhauseffekt verantwortlich.

Neben einer Verringerung des Kohlendioxidausstoßes kommt es bei der Verbrennung von Pellets auch zu einem geringeren Ausstoß an Schwefeldioxid, so die Energieagentur NRW. Umweltverschmutzungen wie sie in Folge von Tankerunfällen und Lecks in Pipelines immer wieder auftreten, sind beim Gebrauch von Pellets nicht möglich. Auch die Gefahr von Explosionen und Grundwasserverunreinigungen beim Lagern ist im Vergleich zu fossilen Energieträgern deutlich geringer beziehungsweise gar nicht gegeben.

"Holzpellets sind im Zuge der Feinstaubdebatte in die Kritik geraten, wobei herkömmliche Holzfeuerungen und moderne Pelletanlagen über einen Kamm geschoren wurden", sagt Bentele. Sie seien, was den Partikelausstoß angehe, aber völlig unterschiedlich zu bewerten. "Feuerungen mit Holzpellets haben auf Grund des gleichmäßig zusammengesetzten Brennstoffs geringere Feinstaubemissionen als andere Holz- oder Kohlefeuerungen", bestätigt auch Anja Behnke vom Umweltbundesamt in Dessau (Sachsen-Anhalt). Die Feinstaubemissionen seien aber höher als bei Gas- oder



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