Kommunen erwägen Übernahme des Stromnetzes von E.ON
Die Netzgesellschaft TEN ist eine 100-prozentige Tochter von E.ON Thüringen. Verhandelt werden soll nach dpa-Informationen derzeit darüber, auch die Bereiche Netzservice, der für Wartung und Instandhaltung der Netze zuständig ist, sowie den Vertrieb in separate Gesellschaften von E.ON Thüringen auszugliedern. Der Bereich Kundenabrechnungen soll möglicherweise zentralisiert und für mehrere regionale E.ON-Töchter gemeinsam organisiert werden. Bei der Diskussion der Strukturveränderungen soll es aus Sicht der Kommunen unter anderem darum gehen, ihren Anteil am Unternehmenswert, den Gewinnen sowie ihren Einfluss auf die Strategie zu wahren. Außerdem gehe es um den Erhalt von Arbeitsplätzen.
Die Landtagsfraktion der Linkspartei bewertete den Vorstoß zur Übernahme des Stromnetzes durch die Kommunen als positiv. Es sei richtig, eine wirkliche Trennung der Energieerzeugung von den Übertragungsnetzen einzuleiten, sagte der energiepolitische Sprecher der Fraktion, Tilo Kummer. Das sei ein Schritt, um "die Allmacht der Energiekonzerne in Deutschland" aufzubrechen.
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