Kommunale Versorger weisen Sparvorgaben bei Strom und Gas zurück
dpa
Berlin (dpa) - Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hält die Vorgaben der Bundesnetzagentur zu Einsparungen bei den Strom- und Gasnetzen nicht für erreichbar. "Die Ausschöpfung aller Effizienzreserven bei Netzbetreibern in nur sechs bis acht Jahren ist nicht möglich", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Michael Wübbels am Montag in Berlin. Schließlich hätten die technischen Anlagen der Branche eine durchschnittliche Lebensdauer von 30 Jahren und mehr.
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Wübbels reagierte damit auf das am Freitag vorgelegte endgültige Konzept der Bonner Regulierungsbehörde, das nun von der Bundesregierung auf dem Verordnungswege verwirklicht werden muss. Bundesweit sollen die rund 1500 Netzbetreiber durch Auflagen, möglichst von 2008 an, dazu gebracht werden, ihre Netze kosteneffizienter zu gestalten und indirekt so auch die Endkunden zu entlasten.
Der VKU protestierte: "Stadtwerke haben im Interesse einer sicheren Versorgung sehr gut funktionierende Strom- und Gasnetze geschaffen. Dafür sollen sie jetzt faktisch bestraft werden. Das ist absurd", sagte Wübbels. Er bezog sich auf das Netzagentur-Konzept, wonach Effizienzvorgaben auch für bereits getätigte Investitionen gelten sollen. Die Betreiber würden dadurch gezwungen, einen Teil ihrer Netze sofort abzuschreiben. Auf diese Weise werde kommunales Vermögen in Millionenhöhe vernichtet.
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