Kohlebergwerke als Stromspeicher und Erzeuger nutzbar
Essen - Der Steinkohlebergbau wird zwar abgewickelt, aber die Techniker arbeiten an der Nutzung der Halden und über 1000 Meter tiefen Schächte als Stromspeicher. Im Zusammenspiel mit Windkraftanlagen und Erdwärmegewinnung in den Schächten könnten diese neuen "grünen" Zechen sogar Strom erzeugen - wenn auch in sehr viel geringerem Umfang als die Kohle selbst.
Die Technik zur Stromspeicherung ist altbekannt. Sie wird schon seit den 30er Jahren bundesweit in Pumpspeicherkraftwerken wie einer Anlage am Hengsteysee in Herdecke am Rand des Ruhrgebiets eingesetzt. Wenn reichlich Strom vorhanden ist, wird das Wasser aus dem See in ein höher gelegenes Becken gepumpt. Zu Tageszeiten mit teurem Strom lassen die Betreiber es über eine Stromturbine wieder hinunter in den See fließen. Unter dem Strich produziert die Anlage dabei keine Energie, sie kann aber helfen, das aktuelle Problem der Speicherung von Energiespitzen aus der Wind- und Sonnenkraft zu lösen.
Zechenschächte wären wegen ihrer großen Tiefe von teils über 1000 Metern für solche Anlagen besonders geeignet. Die RAG prüft darüber hinaus zusammen mit dem Energiekonzern RWE ein Kombinationskraftwerk auf einer Halde, das Strom erzeugt und Energie speichert. Dazu sollen auf der etwa 50 Meter hohen Halde Sundern bei Hamm Windräder aufgestellt werden, das Wasser wird aus einem tiefer gelegenen See hochgepumpt. Wenn die Anlage technisch machbar ist, könnte sie ab 2015 für tausende Haushalte Strom erzeugen.
Weitere Nachrichten vom 07.11.2011
- Betrugsverdacht: Telekom beendet Zusammenarbeit mit Drillisch
- Unfallschäden aus verschiedenen Blickwinkeln fotografieren
- Neuer Abzocktrick mit Tankgutschein-Gewinn
- Internet-Aktionshäuser müssen beworbene Angebote überprüfen
- Strompreise: Große Unterschiede bei Grundversorgern
- Kabel Deutschland stellt neue Internet-Einstiegstarife vor
- Wurde Adidas zum Opfer einer Cyber-Attacke?
- Ostseepipeline Nord Stream: Erster Strang geht in Betrieb
- Polnisches Unternehmen SKT will Geld von RWE - Insolvenzantrag
- Nachrüstung für Tausende Ökostromanlagen geplant
- Zehnmal höherer Mobil-Datenverkehr bis 2016
- EnBW: möglicherweise Milliardenverlust durch EWE-Beteiligung
- Apples Sicherheitschef geht nach Prototypen-Pannen
- Mehrkosten für Kernfusionsreaktor: Bundesregierung muss sparen
- "Operation Facebook": Viel spekuliert, nichts geschehen
- Energiekonzerne: falsche Daten an Kartellamt
- Online-Shopping mit dem Smartphone - Downloads dominieren
- Rezept gegen die Krise? Der Griff nach dem Bundesbank-Gold
- Studie: Autobesitzer fahren bevorzugt mit Vollkasko-Schutz
- Tipp: Steuererklärung für 2007 bis Jahresende einreichen
- Steuersenkung: Schwarz-gelb macht sechs Milliarden locker
- Hoffnung auf Ende der Griechenland-Krise: Ölpreise steigen

Tarifvergleiche für Telekommunikation, Versicherungen und Finanzen an.
Mehr erfahren
