Koalition einigt sich auf Versteigerung von CO2-Zertifikaten
Das Bundeskabinett erteilte der Bundesrats-Forderung nach einer Sonderbehandlung der Braunkohlekraftwerke beim Emissionshandel eine Absage. "Eine Bevorzugung der Braunkohle gegenüber anderen Energieträgern ist weder klimapolitisch sinnvoll noch energiepolitisch oder energiewirtschaftlich geboten", sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD). Die Braunkohle habe selbst bei hohen Zertifikatspreisen bei der Produktion Kostenvorteile gegenüber Gas und Steinkohle.
Braunkohlekraftwerke stoßen im Vergleich zu Steinkohle und Erdgas deutlich mehr CO2 aus. Die Mehrheit der Länder hatte sich für eine Besserstellung der Braunkohle ausgesprochen. Dies könnte über höhere Ausstoßwerte an Kohlendioxid umgesetzt werden. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht für 2008 bis 2012 einen einheitlichen Grenzwert für den CO2-Ausstoß von Steinkohle- und Braunkohlekraftwerken vor.
Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) warnte vor einer Schlechterstellung der Braunkohle. "Sie ist auf mittlere Sicht unverzichtbar für eine sichere, kalkulierbare und finanzierbare Energieversorgung", sagte Jurk. Mit einem Anteil von rund einem Viertel am Strommix sei die Braunkohle derzeit nicht zu ersetzen.
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