Klimakonferenz: 40 Prozent erneuerbare Energie bis 2050 möglich

dpa
Bild: Langsam welkende Gänseblümchen


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Kopenhagen - Klimaexperten haben einen stark beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien auf 40 Prozent der globalen Energieerzeugung bis 2050 gefordert. Bei einem Forscherkongress zur Vorbereitung der großen UN-Klimakonferenz Ende des Jahres in Kopenhagen sagte der Energieforscher Peter Lund aus Helsinki, dies sei nach neuestem Wissensstand möglich, um den drohenden Klimawandel zu bremsen.


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Bei der Eröffnung des Kongresses mit 2000 Wissenschaftlern aus 80 Ländern berichteten Forscher, dass ohne drastische Veränderungen ein Anstieg des Meeresspiegels in diesem Jahrhundert um einen Meter oder noch mehr zu befürchten sei. Nach der bisherigen Prognose des Weltklimarates (IPCC) aus dem Jahr 2007 galt noch ein Anstieg von 18 bis 59 Zentimetern als wahrscheinlich.

Als wichtigste Ursache für die globale Erwärmung gelten CO2- Emissionen aus der Verwendung fossiler Energiequellen. Lund sagte, wenn erneuerbare Energiequellen wie Wind, Sonne, Biotreibstoffe und Biomasse "an den Rand gedrängt werden, wird ihr Anteil künftig bei 15 Prozent herumkrebsen."

Die Hydrologin Jeanette Whitaker aus dem britischen Lancaster meinte, Ethanol und andere Biotreibstoffe der zweiten Generation hätten erheblich geringeren Energiebedarf bei ihrer Gewinnung als die derzeitigen. Sie würden auch deutlich weniger selbst zur Emission von Treibhausgasen beitragen als die umstrittenen Biotreibstoffe der ersten Generation.

Bei dem Treffen in Kopenhagen wollen die weltweit führenden Klima-Wissenschaftler den aktuellen Forschungsstand austauschen. Aus den Ergebnissen soll bis Juni ein 30 Seiten umfassendes Grundlagenpapier für die UN-Klimakonferenz zusammengestellt werden. Sie findet vom 7. bis 18. Dezember ebenfalls in Dänemarks Hauptstadt statt. Dabei soll als Nachfolger des Kyoto-Protokolls ein weltweites neues Abkommen zur Verringerung der Treibhausgase beschlossen werden. Zur Abschlussveranstaltung am Donnerstag haben sich der IPCC-Vorsitzende Rajendra Pachauri und Professor Nicholas Stern angesagt. Stern wurde 2006 mit einer Studie über die Kosten des Klimawandels berühmt.



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