Klima-Allianz ruft zu Aktionstag auf - Erzürnt über Kohlekraftwerke
dpa
Berlin (dpa) - Umweltschützer und kirchliche Verbände rufen die Bürger zu Demonstrationen für stärkere Anstrengungen zum Klimaschutz auf. Die Öffentlichkeit müsse Druck auf die Politik ausüben, um den Versprechen mehr Taten folgen zu lassen, forderte die Klima-Allianz am Montag in Berlin. Parallel zu den UN-Klimaverhandlungen auf Bali soll es dazu am kommenden Samstag einen globalen Klimaaktionstag geben. In Deutschland sind große Demonstrationen in Berlin und am Braunkohlekraftwerk Neurath bei Düsseldorf geplant.
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Neben Vertretern von Greenpeace und WWF (World Wide Fund for Nature) warnten auch Verbände wie Brot für die Welt und der Deutsche Alpenverein vor katastrophalen Folgen, wenn die Bundesregierung nicht den Neubau von 24 bis 30 Kohlekraftwerken und damit den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids stoppe. "Dann werden die Klimaziele klar verfehlt", sagte Roland Hipp von Greenpeace. Die Menschen seien erzürnt über die Entwicklung. So sei der RWE-Konzern kürzlich mit den Plänen für ein Steinkohlekraftwerk im saarländischen Ensdorf am Widerstand der Einwohner gescheitert. Auch an anderen Orten in der Bundesrepublik machten Bürgerinitiativen gegen neue Kohlekraftwerke mobil.
Der globale Klimaaktionstag findet bereits zum dritten Mal statt. Er war anlässlich der Klimakonferenz 2005 in Montreal ins Leben gerufen worden. Nach Angaben der Veranstalter sind Demonstrationen unter anderem auch in Großbritannien, Belgien, Schweden, Dänemark, Norwegen, Kanada und Taiwan geplant.
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