Kiew will Schulden für Gaslieferungen bei Gazprom begleichen

AFP
Bild: Gazprom Logo


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Kiew - Nach der Androhung eines Gas-Lieferstopps will die Ukraine ihre Schulden beim russischen Energieriesen Gazprom begleichen. Dies versicherte der Chef des staatlichen Gasunternehmens Naftogaz, Oleg Dubina, nach Unternehmensangaben bei einem Treffen mit Ministerpräsidentin Julia Timoschenko am Montag in Kiew. Wie eine Regierungssprecherin mitteilte, will Timoschenko zudem eine Abordnung nach Moskau schicken, um die Situation zu klären. Die Ukraine bleibe ein verlässlicher Partner für den Gas-Transit. Durch die Ukraine wird der Großteil der Gasimporte der EU aus Russland gepumpt.

 


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Gazprom hatte am Wochenende damit gedroht, die Lieferungen an die Ukraine ab Januar einstellen, sofern bis dahin kein neuer Vertrag unterzeichnet sei. Die Verhandlungen seien ins Stocken geraten, weil sich die Ukraine weigere, die Schulden zu begleichen. Russlands Präsident Dmitri Medwedew hatte das Land zuvor aufgefordert, 1,9 Milliarden Euro Schulden bei Gazprom zu begleichen. Naftogaz hatte daraufhin angegeben, dass es keine Schulden bei Gazprom habe. Es schulde stattdessen dem Zwischenhändler RosUkrEnergo eine Milliarde Euro.

Ein früherer Streit zwischen den beiden Ländern über die Gaspreise hatte im Januar 2006 die Lieferungen in eine Reihe europäischer Länder kurzzeitig beeinträchtigt.



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