Kerntechnik-Unternehmen Areva NP auf Wachstumskurs

dpa
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Erlangen (dpa) - Das deutsch-französische Kerntechnik-Unternehmen Areva NP sieht sich dank wachsender weltweiter Nachfrage auf Wachstumskurs. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt, berichtete das Management am Mittwoch in Erlangen. "Unsere strategische Planung ist auf Wachstum ausgerichtet", sagte der technische Geschäftsführer Christian Hillrichs. Die Atomenergie befinde sich im Aufschwung. Dies zeige sich auch in einem stetigen Personalzuwachs.

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Innerhalb von drei Jahren sei die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland von 3000 auf jetzt mehr als 4000 erhöht worden. Am größten deutschen Standort in Erlangen (2400 Mitarbeiter) wurde mit Kosten von 42 Millionen Euro ein Neubau für 1500 Mitarbeiter errichtet, der am 5. Oktober eingeweiht werden soll. Weitere Standorte befinden sich in Offenbach, Lingen (NRW), Duisburg sowie in Karlstein (Landkreis Aschaffenburg). 2006 erzielte die deutsche Areva NP einen Umsatz von 828 Millionen Euro, in diesem Jahr wird eine ähnliche Größenordnung erwartet.

Weltweit erwirtschaftet das Unternehmen mit 15 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro. Areva NP (Nuclear Power) errichtet weltweit schlüsselfertig Kernkraftwerke und Forschungsreaktoren. "Wir haben eine Geschäftserwartung von 60 neuen Reaktoren bis 2030", sagte Hillrichs. Ein Großprojekt ist derzeit die Errichtung von Druckwasserreaktoren der dritten Generation (ERP) in Finnland und in Frankreich. "Wir erwarten außerdem unmittelbar einen Auftrag aus Asien", kündigte Hillrichs an. Mit Südafrika werde ebenfalls verhandelt. Auch der US-Markt sei sehr vielversprechend.

An Areva NP sind der französische Atomkonzern Areva mit 66 Prozent und der Siemens-Konzern mit 34 Prozent beteiligt. Die vom französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy angestoßene Diskussion um eine Übernahme des Siemens-Anteils durch Areva sieht der kaufmännische Geschäftsführer Rüdiger Steuerlein gelassen. "Davon erwarten wir keine Veränderungen." Der Neubau in Erlangen zeige deutlich, dass der Standort gestärkt werde. Wichtiger als die Frage, wer Anteilseigner ist, wäre eine Unterstützung durch die deutsche Politik, betonte Steuerlein. "Deutschland leistet sich bei der Kernkraft ein Insel-Dasein", beklagte er.



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