Kein Strafverfahren zum Todesfall bei Castor-Transport
dpa | 16.12.2004
Nancy(dpa) - Unvorsichtigkeiten und Fehleinschätzungen haben am 7. November zu dem tödlichen Unfall bei einer Protestaktion gegen den Castor-Atommülltransport im lothringischen Avricourt geführt. Das habe der Untersuchungsbericht der Polizei zum Tod des 22-jährigen Studenten Sébastien Briat ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Nancy mit. Eine Strafverfolgung werde es nicht geben. Der Mann hatte sich mit Freunden an die Bahnstrecke gekettet, um den Transport in das niedersächsische Gorleben aufzuhalten. Der Zug überrollte ihn.
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Die Angeketteten hatten sich laut Staatsanwaltschaft in der tatsächlichen Fahrzeit des Zuges geirrt und waren dem Hinweis anderer Atomkraftgegner gefolgt, der Transport komme "in 20 Minuten", während er nur noch sieben Minuten entfernt war. Ihre Funksprechgeräte hätten nicht funktioniert. Der Castor-Konvoi sei währenddessen mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 98 Stundenkilometern gefahren.
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