Kartellstreit zwischen EU und Energiekonzern ENI vor Einigung
Brüssel - Der Kartellstreit zwischen der Europläischen Union und dem italienischen Energiekonzern ENI steht vor einer Einigung. Die EU-Kommission zeigte sich am Donnerstag mit den Zugeständnissen des Unternehmens zufrieden. ENI habe vorgeschlagen, seine Anteile an drei internationalen Gaspipelines (TAG, TENP und Transitgas) abzutreten. Dadurch werde es mehr Wettbewerb auf dem italienischen Gasmarkt geben, teilte die Kommission in Brüssel mit.
Die EU-Kommission hatte ENI verdächtigt, Wettbewerbern den Zugang zu Gasleitungen zu versperren und die Preise künstlich hoch zu halten. Deshalb hatte die Behörde im März 2009 ein förmliches Kartellverfahren eröffnet. Dabei drohte dem Konzern ein Strafgeld von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Nun befragt die Kommission noch Konkurrenten und wird dann entscheiden.
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