Kartellamt will Betreiberkonsortium für Handy-Fernsehen genehmigen

dpa
Bild: Hand mit Smartphone



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Bonn (dpa) - Das Bundeskartellamt will das geplante Betreiberkonsortium der Mobilfunkanbieter Vodafone, T-Mobile und O2 für das Handy-Fernsehen freigeben. Nach derzeitiger Einschätzung führe das Vorhaben fusionskontrollrechtlich nicht zur Entstehung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung der Beteiligten, teilte die Behörde am Mittwoch in Bonn mit. Den Unternehmen sei mitgeteilt worden, dass das Kartellamt beabsichtige, das Vorhaben freizugeben. Ein Sprecher des Konsortiums sagte: "Wir begrüßen die Absichtserklärung des Kartellamts". Er sei zuversichtlich, dass ab dem kommenden Jahr den Kunden Handy-TV zugänglich gemacht werden könne.

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Die drei Mobilfunkanbieter hatten im April die Gründung des Konsortiums angemeldet. Ab Frühjahr kommenden Jahres sollen mindestens 16 Programme mit dem Standard DVB-H (Digital Video Broadcasting-Handheld) über das Handy empfangbar sein. Neben Fernsehprogrammen sind mit DVB-H auch Radiosendungen und interaktive Dienste übertragbar. Die Bundesnetzagentur hatte im April mit der Vergabe von Frequenzen begonnen, die das Handy-Fernsehen nach dem DVB-H-Standard bundesweit ermöglichen sollen.

Nach Angaben der Bonner Behörde steht noch die kartellrechtliche Prüfung aus, die aber zeitnah zur Fusionskontrollentscheidung abgeschlossen werden solle. In diesem Verfahren seien nach derzeitiger Einschätzung Verpflichtungszusagen der beteiligten Unternehmen notwendig, um die nach vorläufiger Prüfung vorliegenden wettbewerblichen Bedenken auszuräumen. Details dazu wollte das Kartellamt nicht nennen.

DVB-H ist ein neues Übertragungsverfahren für den Multimediaempfang auf mobilen Endgeräten. Es baut auf den Übertragungstechniken des digitalen terrestrischen Fernsehens (Digital Video Broadcasting Terrestrial) DVB-T auf und ist speziell den Bedürfnissen und Eigenschaften mobiler Geräte angepasst. Experten erwarten, dass die Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2008 dem mobilen TV einen Schub geben könnte. DVB-H konkurriert beim Aufbau der Infrastruktur für Fernsehen unterwegs mit dem aus Korea stammenden Format DMB.



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