Kartellamt stellt Stadtwerksbeteiligungen von RWE unter Auflagen
dpa | 05.11.2003
Bonn (dpa/lnw) - Das Bundeskartellamt hat weitere Beteiligungen
des Essener Energiekonzerns RWE an nordrhein-westfälischen
Stadtwerken unter Auflagen genehmigt. Die Prüfung habe ergeben, dass
durch die Zusammenschlüsse die marktbeherrschende Stellung von RWE
beim Absatz von Strom und Gas verstärkt werden könnte, teilte die
Wettbewerbsbehörde am Mittwoch in Bonn mit. Die auferlegten
Bedingungen sollen die durch die Zusammenschlüsse erwarteten
negativen Auswirkungen als Kompensation zumindest ausgleichen.
- Anzeige -
Das Kartellamt sehe die hohe Konzentration und die zunehmenden
Preiserhöhungsspielräume in der Strombranche mit Sorge, sagte
Präsident Ulf Böge. Das Amt werde deshalb weitere
wettbewerbsbeschränkende Beteiligungen der grossen Verbundunternehmen
an Stadtwerken und Regionalversorgern ohne entsprechende
Kompensationen nicht zulassen.
Die erteilte Freigabe betrifft den Erwerb von jeweils 20 Prozent der Anteile an der Wuppertaler Stadtwerke AG und der Stadtwerke Velbert GmbH, 25 Prozent der Anteile an der Stadtwerke Remscheid GmbH sowie - zusätzlich zu der bereits bestehenden 50-Prozent-Beteiligung - weiteren 40 Prozent der Anteile an der Energieversorgung Oberhausen AG durch die zum RWE-Konzern gehörende RWE Rhein-Ruhr AG.
RWE musste sich laut Kartellamt verpflichten, im Gegenzug ihre 40- Prozent-Beteiligung an der Stadtwerke Leipzig GmbH vorab zu veräussern. Gleichzeitig muss RWE eine 20-Prozent-Beteiligung an der Stadtwerke Düsseldorf AG nach Vollzug der Vorhaben innerhalb einer festgesetzten Frist veräussern.
Weitere Nachrichten vom 05.11.2003
- Microsoft bietet 250.000 Dollar Kopfgeld für Hacker
- SW Gotha: Strom wird zum 1. Januar teurer, Preise unbekannt
- Stadtwerke Hannover entfernt, da Liefergebiet unklar
- BVAG erhöht Strompreise zum 1. Januar
- Klingelnde Unterhose führt zu geklautem Handy
- Weltweit mehr Handy-Auslieferungen
- vzbv und Bund der Energieverbraucher zur Regulierung des Strom- und Gasmarktes
- RegTP verbietet Call-by-Call per 0190 und 0900
- Handy bringt junge Menschen in die Schuldenfalle

