Kartellamt schließt Verfahren gegen Gasversorger erfolgreich ab
Bonn - Das Bundeskartellamt hat die Verfahren gegen 30 Gasversorger wegen überhöhter Preise endgültig eingestellt. Durch Rückerstattungen und den Verzicht auf Preiserhöhungen seien die Gaskunden insgesamt um ca. 444 Millionen Euro entlastet worden. Dies berichtete die Behörde am Mittwoch in Bonn. Die gemachten Zusagen seien von allen Unternehmen eingehalten worden. In den Jahren 2008 und 2009 seien von den Gasversorgern insgesamt 314 Millionen Euro an gestiegenen Kosten (insbesondere höhere Netzentgelte und Gasbezugskosten) nicht an die Verbraucher weitergegeben worden, oder es wurden Preissenkungen vorgenommen, die über die Einsparungen durch niedrigere Bezugskosten hinausgingen.
Der Wettbewerb um Gaskunden habe 2009 deutlich an Schwung gewonnen, berichtete das Kartellamt. Es gebe viele neue Anbieter. Die Verbraucher sollten von den Wechselmöglichkeiten auch Gebrauch machen, um den Druck auf die Versorger zu erhöhen, sagte der Präsident des Kartellamtes, Andreas Mundt.
Das Bundeskartellamt hatte 2008 gegen viele Gasversorger Verfahren wegen des Verdachts auf missbräuchlich überhöhte Preise eingeleitet. Die Behörde entschied, zur Verfahrensbeendigung umfangreiche Zusagen mit den Unternehmen zu vereinbaren. Die Zusagen sahen vor, dass für 2007 und 2008 insgesamt 130 Millionen Euro an die Kunden zurückerstattet werden und diese Rückerstattungen später auch nicht mit Preiserhöhungen im Jahre 2009 wieder ausgeglichen werden.
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