Kartellamt prüft Verdacht über Kabel-Absprachen der Telekom
dpa | 24.08.2004
Bonn (dpa) - Das Bundeskartellamt hat gegen die Deutsche Telekom ein Verfahren wegen möglicher Wettbewerbsabsprachen mit Kabelnetzbetreibern eingeleitet. Das bestätigte Kartellamtspräsident Ulf Böge am Dienstag Bonn. Es sei der Verdacht aufgekommen, dass Kabelnetzbetreiber wie Kabel Deutschland (KDG) bei DSL-Telefonanschlüssen für einen schnellen Internet-Zugang nicht in Wettbewerb zu dem Marktführer treten dürften.
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Das Kartellamt habe zu dem möglichen Wettbewerbsverbot aber "noch keine abschliessende Meinung" sagte Böge. Mit der Telekom gebe es darüber "offene Gespräche". Die Vereinbarungen sollen Teil der Veräusserung des TV-Kabelnetzes der Telekom an Finanzinvestoren gewesen sein.
Die Telekom wies die Vorwürfe zurück. "Die Verträge mit KDG sehen keine Einschränkung der Geschäftsaktivitäten vor", sagte ein Telekom-Sprecher. Es gebe auch keine Nebenvereinbarungen, in denen ein Verbot festgeschrieben sei.
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