Kalter Jahresbeginn heizt Ruhrgas kräftig ein

dpa | 20.05.2003
Bild: Stromleitungen



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Essen (dpa) - Die neue E.ON-Tochter Ruhrgas ist optimistisch für das laufende Geschäftsjahr 2003. In den ersten vier Monaten habe der Erdgasabsatz mit 281 Milliarden Kilowattstunden 13 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen, berichtete Deutschlands grösster Gashändler Ruhrgas am Dienstag in Essen. Am 9. Januar sei bei einer Durchschnittstemperatur von minus 8,8 Grad mit rund 3,3 Milliarden Kilowattstunden der höchste Tagesabsatz in der 77-jährigen Geschichte der Ruhrgas erreicht worden, sagte Ruhrgas-Chef Burckhard Bergmann. "Damit hatten wir einen erfreulich kühlen Einstieg in die ersten Monate."

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Seinen Gewinn steigerte der Gasspezialist im vergangenen Geschäftsjahr 2002 trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs erneut kräftig. Der Konzernüberschuss der seit März 2003 zum Energiekonzern E.ON gehörenden Gesellschaft stieg unter anderem durch hohe Beteiligungserträge um 13 Prozent auf 554 Millionen Euro. Der Umsatz sank durch sinkende Gaspreise um 11 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro. Davon wurden 15 Prozent im Ausland erzielt. Der Gasabsatz lag mit 612 Milliarden Kilowattstunden 1,8 Prozent über dem Vorjahr.

Mit Investitionen in Höhe von 1,25 Milliarden Euro sei ein weiterer Rekord aufgestellt worden. Vor allem in Beteiligungen sei investiert worden. "Damit haben wir unsere Marktposition als international aufgestellte Gasgesellschaft weiter gefestigt", sagte Bergmann. Zu den grössten Anteilskäufen zählten der Erwerb von Anteilen an der slowakischen SPP, der ABB-Messtechnikgruppe sowie die Erhöhung der Anteile an der russischen Gazprom, dem grössten Gasunternehmen der Welt. Derzeit sei Ruhrgas mit rund 6,5 an Gazprom beteiligt.

Das Geschäftsjahr 2003 stehe ganz im Zeichen der Integration in den E.ON-Konzern, sagte Bergmann weiter. Für 2003 bis 2005 seien Investitionen in Höhe von insgesamt 2,7 Milliarden Euro vor allem für weitere Beteiligungen in Europa geplant.

In Deutschland sei der Erdgas-Anteil am Primärenergieverbrauch 2002 um 0,3 Prozentpunkte auf 21,7 Prozent gestiegen, hiess es. Der Trend zum Erdgas setze sich fort. So seien Ende 2002 rund 46 Prozent aller Wohnungen in Deutschland mit Erdgas beheizt worden. Bei den zum Bau genehmigten Wohnungen lag der Erdgasanteil mit 75 Prozent auf Vorjahreshöhe.



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