Kabel BW will Tele Columbus Netze abkaufen
Heidelberg - Der Kabelnetzbetreiber Kabel Baden-Württemberg (BW) will seine starke Stellung im Südwesten ausbauen und dem norddeutschen Konkurrenten Tele Columbus (Hannover) die Netze zwischen Mannheim und Konstanz abkaufen. Entsprechend lautende Medienberichte bestätigte ein Unternehmenssprecher am Dienstag in Heidelberg. Es soll sich dabei um rund 50 000 angeschlossene Haushalte handeln. Zum Kaufpreis machten die beiden Unternehmen keine Angaben. Das Bundeskartellamt muss dem Deal allerdings noch zustimmen.
Kabel BW ist der größte Netzbetreiber in Baden-Württemberg. Den Angaben zufolge nutzen rund 2,3 Millionen Kunden Fernsehen, Internet oder Telefon über das Netz des in Heidelberg ansässigen Unternehmens. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Kabel BW ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 245 Millionen Euro bei einem Umsatz von 493 Millionen Euro. Das Unternehmen, das der Investorengruppe EQT gehört, beschäftigte im vergangenen Jahr 756 Mitarbeiter. Tele Columbus will sich nach eigenen Angaben auf ihren Kernmarkt in Mittel- und Ostdeutschland konzentrieren. Die Hannoveraner waren 2009 wegen hoher Schulden in Turbulenzen geraten.
Weitere Nachrichten vom 11.05.2010
- Änderung am Telekommunikationsgesetz: gegen Knebelverträge und Telefonabzocke
- Nokia rüstet sich für Kampf auf Smartphones-Markt
- Baubeginn für größtes Geothermie-Werk im Sommer
- Versatel ist für 2010 wenig optimistisch
- Kontodaten keinesfalls per Mail weitergeben
- Schaden durch Software-Piraterie in Deutschland mit am größten
- Demokraten wollen CO2-Ausstoß USA-weit regeln
- Freenet leidet weiterhin unter Preisdruck und Kundenverlust
- E.ON ist mit Gewinnsprung ins Jahr gestartet
- Vattenfall-Chef: "Kohle spielt weiter wichtige Rolle"
- Ende des Atommeiler-Projekts 2050 rückt näher
- Schuldenkrise noch nicht überstanden - Ölpreise wieder gefallen

