Junge Politiker werden aktiv für mehr Datenschutz bei Facebook

ddp | 04.06.2010
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Berlin - Eine überparteiliche Gruppe junger Politiker will sich aktiv für mehr Datenschutz bei dem umstrittenen Internet-Netzwerk Facebook einsetzen. Die Gruppe "Facebook Privacy Control - NOW!" erklärte am Freitag: "Wir kämpfen für besseren Datenschutz und stärkere Rechte der Nutzer in Facebook und im Internet insgesamt."


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Statt der Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) zu folgen und die jeweiligen persönlichen Profile in Facebook zu löschen, "gehen wir gemeinsam einen anderen Weg und bleiben in Facebook aktiv". Weiter heißt es: "Sich von der Plattform zu verabschieden, setzt das falsche politische Signal und sorgt in keinem Punkt für besseren Datenschutz." Es gelte jetzt, "für den echten Wechsel hin zu mehr Datenschutz einzutreten". Die Gruppe habe inzwischen fast 75 000 Unterstützer.

Aigner hatte am Donnerstag aus Protest gegen den unzureichenden Datenschutz ihre Mitgliedschaft bei dem Online-Netzwerk beendet. Sie wies darauf hin, dass die angebotenen Verbesserungen nicht ausreichend seien und kündigte an, sie werde nun ihre mehr als 4300 Online-"Freunde" informieren und ihr Profil löschen. Aigner rügte, der Datenschutz im Netzwerk sei immer weiter zulasten der Nutzer gelockert, eine Kontrolle der Privatsphäre durch bis zu 170 Auswahleinstellungen erschwert worden.



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