Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl: Anhaltende Gefahr
Kiew - 24 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl hat Ukraines Präsident Viktor Janukowitsch vor der anhaltenden Bedrohung durch den explodierten Atomreaktor gewarnt. Der Reaktor, welcher von einer maroden Betonhülle umschlossen ist, stelle eine "Gefahr nicht nur für die Ukraine, sondern auch für die Nachbarn" in Russland und Europa dar. Dies teilte Janukowitsch am Montag bei einem Besuch in Tschernobyl mit.
Umschlossen von einem Sarkophag aus Beton, der Risse aufweist, glühen in dem explodierten Reaktor noch 200 Tonnen radioaktives Magma. Unterstützt durch internationale Hilfsgelder soll mit dem Bau einer neuen Stahlumhüllung begonnen werden.
Bei den Aufräumarbeiten nach der Reaktorexplosion am 26. April 1986 starben amtlichen Schätzungen zufolge mehr als 25.000 Menschen. Weite Teile der damals noch zur Sowjetunion gehörenden Ukraine, Russlands und Weißrusslands waren durch die Katastrophe radioaktiv verseucht, die Strahlung gelangte bis in den Westen Europas. Rund 2,3 Millionen Ukrainer leiden nach offiziellen Angaben an den Folgen des Unglücks. Der letzte Tschernobyl-Reaktor wurde im Dezember 2000 abgeschaltet.
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