Italienische Enel bringt Stromkonzern Endesa unter ihre Kontrolle
dpa
Madrid - Zwei Jahre nach der gescheiterten Übernahme des Stromversorgers Endesa durch den E.ON-Konzern steht der italienische Energieriese Enel davor, das spanische Unternehmen unter seine Kontrolle zu bringen. Nach Medienberichten vom Freitag einigten die Italiener sich mit dem spanischen Mischkonzern Acciona darauf, für rund elf Milliarden Euro dessen 25-prozentigen Anteil an Endesa zu übernehmen. Enel kann seine Beteiligung dadurch auf 92 Prozent erhöhen. Nach monatelangem Tauziehen seien nur noch einige Details offen. Die spanische Börsenaufsicht setzte die Notierungen von Endesa und Acciona am Freitag bis auf weiteres aus.
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Im Milliardenpoker um Endesa hatten Enel und Acciona 2007 noch gemeinsam den E.ON-Konzern ausgestochen. Sie hatten rund 43,5 Milliarden Euro geboten, etwa 2,5 Milliarden mehr als die Düsseldorfer. E.ON übernahm aber Endesa-Beteiligungen im Wert von rund 11,5 Milliarden Euro.
Der Mischkonzern Acciona hatte damals eine Ausstiegsklausel ausgehandelt, die eigentlich erst 2010 in Anspruch genommen werden sollte. Angesichts der Milliardenschulden des Unternehmens im Baugeschäft ist diese Option nun um ein Jahr vorgezogen worden.
Acciona soll den Berichten zufolge rund acht Milliarden Euro in bar und den Rest in Aktiva im Bereich erneuerbare Energien erhalten.
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