Iran und Pakistan über Vertrag zu Gaspipeline einig
AFP, Verivox
Teheran (AFP) - Vertreter Pakistans und des Iran haben nach Angaben aus Teheran Verhandlungen über ein milliardenschweres Gasprojekt abgeschlossen. "Der Inhalt des Vertrags zur ’Gaspipeline des Friedens’ wurde fertiggestellt", sagte der zuständige iranische Vizeminister Hodschatollah Ghanimifard der Nachrichtenagentur Schana. Es müssten nur noch technische Einzelheiten geklärt werden, die innerhalb eines Monats erledigt sein sollten, um eine Unterzeichnung des Vertrages zu ermöglichen, sagte Ghanimifard.
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Bei dem Projekt im Umfang von 7,4 Milliarden Dollar (mehr als fünf Milliarden Euro) geht es um eine Gasleitung vom Iran nach Pakistan, die möglicherweise bis nach Indien weitergebaut werden soll. Über die Pipeline, die 2600 Kilometer lang werden soll, wird seit 1994 verhandelt. Die Beratungen gerieten mehrfach durch die Spannungen zwischen Indien und Pakistan ins Stocken, erst eine Annäherung der beiden Staaten auf dem Subkontinent im Jahr 2004 ermöglichte neuerliche Fortschritte. Allerdings ist die Beteiligung Indiens derzeit ausgesetzt, weil Neu Delhi mit der vom Iran geforderten periodischen Anpassung des Gaspreises nicht einverstanden ist. Pakistan dagegen einigte sich mit Teheran auf eine Neufestsetzung des Preises alle drei Jahre.
Weitere Schwierigkeiten ergeben sich aus den Gebühren, die Indien für die Pipeline an Pakistan zahlen soll. Außerdem setzt Washington die Regierung in Neu Delhi unter Druck, weil die USA den Iran mit Wirtschaftssanktionen zu einer Aufgabe seines umstrittenen Atomprogramms zwingen wollen. Der iranische Vizeminister Ghanimifard versicherte am Samstag, die Tür für Indien bleibe offen. Das indische Ölministerium hatte Ende September mitgeteilt, Neu Delhi bleibe Teilnehmer an dem Projekt, nehme aber zunächst nicht an den Beratungen teil. Indien deckt 70 Prozent seines Energiebedarfs mit Lieferungen aus dem Ausland und ist stets auf der Suche nach neuen Ressourcen für seine schnell wachsende Wirtschaft.
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