Investor Icahn verlässt nach Schlappe Yahoo-Verwaltungsrat
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New York - Nach einer Schlappe zieht sich der aggressive US-Investor Carl Icahn aus dem Verwaltungsrat des Internetunternehmens Yahoo zurück. Das ursprüngliche Ziel des Milliardärs war die Übernahme von Yahoo durch Microsoft zu erzwingen. Stattdessen vereinbarten die zwei Unternehmen inzwischen lediglich eine Allianz bei der Internetsuche gegen den Branchenprimus Google.
Seine Interessen lägen inzwischen auf anderen Geschäftsgebieten, schrieb Icahn in einem Brief an den Verwaltungsrat. Er habe nicht mehr genug Zeit für Yahoo. Außerdem meinte er: "Ich glaube nicht, dass es jetzt nötig ist, einen aggressiven Investor im Verwaltungsrat zu haben."
Icahn war im Sommer 2008 in den Verwaltungsrat gekommen - mitten im Abwehrkampf von Yahoo-Chef Jerry Yangs gegen Microsofts 47,5 Milliarden Dollar schwere Kaufofferte. Auf Druck Icahns und anderer Großaktionäre nahm Mitgründer Yang zwar seinen Hut. Die von Icahn als lukrativ erhoffte Übernahme durch Microsoft kam aber nie zustande.
Damals sei die "Gesellschaft in einem Zustand des Aufruhrs" gewesen, schrieb Icahn nun laut US-Medien. Seitdem hätten alle gut zusammengearbeitet und viel für das Unternehmen erreicht. Der Chef des Verwaltungsrates, Roy Bostock dankte Icahn für seine "aktive Rolle". Icahn habe Yahoo durch wechselvolle Zeiten geholfen.
Mehr Aufmerksamkeit schenkt Icahn gerade dem ums Überleben kämpfenden US-Finanzierer CIT. Dem für die US-Wirtschaft wichtigen Mittelstandsfinanzierer bot er einen Milliardenkredit an. Zugleich attackierte er das CIT-Management in der für Icahn bekannten Weise überaus scharf.
Das von der Pleite bedrohte Unternehmen will bei seinen Gläubigern unter Hochdruck eine Umschuldung erreichen. So will der Finanzierer seine Verbindlichkeiten um mindestens 5,7 Milliarden Dollar senken.
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