Internetfernsehen: Vodafone macht Telekom Konkurrenz
Düsseldorf - Die Deutsche Telekom wird bald in der Sparte Internetfernsehen Konkurrenz bekommen: Vodafone will mit einem eigenen Angebot für Internetfernsehen pünktlich zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen. "Wir sprechen nicht über ein paar hunderttausend Kunden", sagte ein Vodafone-Sprecher am Montag in Düsseldorf. Vodafone habe in Deutschland 3,8 Millionen DSL-Anschlüsse. "Das ist natürlich unsere Zielgröße."
Die Deutsche Telekom kommt nach einem schleppenden Start ihres IPTV-Projekts bislang erst auf mehr als eine Million Kunden. Der zum Telefonica-Konzern gehörende DSL-Anbieter Alice kam zuletzt auf 40.000 IPTV-Nutzer. Vodafone-Chef Fritz Joussen sprach mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag) über sein neues Projekt: "Das wird eine Hybrid-Technologie. Da wird Kabel drin sein, Satellit und auch IPTV."
Seine "Multimedia Suite" werde auch Kunden erreichen, die noch nicht an das besonders schnelle VDSL-Breitbandnetz angeschlossen seien. Der von Vodafone übernommene Festnetzanbieter Arcor hatte bereit vor einiger Zeit ein eigenes IPTV-Projekt gestartet. Die Vermarktung war aber vor gut einem Jahr eingestellt worden. Jetzt setzt Vodafone auf seine Eigenentwicklung. Telekom-Sprecher Marc Sausen sagte zu den Plänen: "Wir freuen uns darauf, dass der Markt bald von mehreren beackert wird."
Vorsichtig optimistisch äußerte sich Joussen gegenüber der "FAZ" über die künftigen Vermarktungschancen für das iPhone, das Apple
Außerdem zeigte sich Joussen nach wie vor überzeugt davon, dass es bis Mitte 2011 gelingen werde, die vom schnellen Breitband abgeschnittenen "weißen Flecken" mit mobilem Internet zu versorgen. Im ländlichen Raum werde man mit der neuen Mobilfunktechnik LTE Übertragungsgeschwindigkeiten von 5 Megabit in der Sekunde schaffen, in den Städten bis zu 70 Megabit.
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