Internet-Ausgaben der "Times" und "Sun" bald kostenpflichtig

dpa
Bild: Bruttoinlandsprodukt


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New York - Für die derzeit kostenfreien Internet-Ausgaben seiner meist gelesenen Zeitungen wie die Londoner "Times" und das Boulevardblatt "Sun" will Medienmogul Rupert Murdoch nun Geld verlangen. In einer Telefonkonferenz am Mittwochabend, nachdem die Quartalszahlen seines Medienkonzerns News Corporation vorgelegt worden waren, sagte Murdoch, er denke, dass es in den kommenden zwölf Monaten erste Bezahlangebote geben werde.


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Das wäre ein radikaler Kurswechsel für den 78-jährigen Multi-Milliardär. Bei der Übernahme des "Wall Street Journal" vor zwei Jahren soll Murdoch laut Medienberichten noch Druck gemacht haben, die Bezahl-Abonnements bei dem Flaggschiff der US-Finanzpresse aufzugeben.

Wie andere in der Branche hatten auch Murdochs Blätter zu Jahresbeginn mit Einbrüchen der Werbeeinnahmen zu kämpfen. Im ersten Quartal fiel das operative Ergebnis der Sparte Zeitungen und Informationsdienste im Jahresvergleich von 216 auf nur noch 7 Millionen Dollar.

Die "Sunday Times", einst ein großer Gewinnbringer, sei noch "gerade eben" in den schwarzen Zahlen, räumte Murdoch in der Telefonkonferenz ein. Dagegen profitiere die "Sun" mit ihrer Auflage von drei Millionen Exemplaren unter anderem von einem scharfen Wettbewerb der britischen Supermärkte, die viele Anzeigen schalteten.



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