Internationale Funkausstellung IFA ab 2006 jedes Jahr in Berlin
"Die Dynamik der Branche erfordert einen konsequenten Ausbau des bisher erfolgreichen Konzeptes und eine aktuellere Marktpräsenz", sagte Hecker. Die IFA sei für die Branche der zentrale Marktplatz in Europa. "Sie kann die Funktion von mehreren kleinen Messen übernehmen. Wir wollen durchaus Kräfte bündeln und als IFA- Veranstalter auch das Heft des Handels in der Hand behalten", sagte Hecker. Im Blick sind Hausmessen der Handelsketten und Einkaufskooperationen wie auch die CeBIT in Hannover und die Fotokina in Köln.
"Für den Standort Deutschland ist es gut, wenn die Leitmesse der Welt ihr Profil weiter schärft und es nicht zu einer Zerklüftung kommt", sagte Philips-Deutschlandchef Hans-Joachim Kamp. Die IFA solle auch in Zukunft Schrittmacher der Branche und internationale Leitmesse bleiben.
Treiber des Geschäfts seien Digitaltechnik, hochauflösendes Fernsehen oder Handy-TV. Die Verschmelzung von Telekommunikation, Computertechnik und Consumer Electronics nehme zu, was eine jährliche Funkausstellung besser darstellen könne. Bestärkt worden sei die Branche auch durch eine gute Messe im September. Zur IFA 2005 waren 1200 Aussteller aus 40 Ländern gekommen. Die Entscheidung für einen jährlichen IFA-Rhythmus sei mit internationalen Ausstellern abgesprochen.
Kamp räumte ein, dass es speziell mit Einkaufskooperationen noch Gesprächsbedarf über den neuen IFA-Rhythmus gebe. "Es muss noch Überzeugungsarbeit geleistet werden." Die Veranstaltungen hätten vielfach einen emotionalen Charakter für die Mitglieder. Aber auch im internationalen Massstab müsse die Funktion ausgebaut werden. Es gibt noch bedeutende Branchenveranstaltung in Las Vegas und in Tokio, die jährlich stattfinden.
Der Geschäftsführer der Messe Berlin, Christian Göke, sagte über die Entscheidung zufrieden: "Es ist endlich soweit, dass wir die IFA jährlich haben." Die Messe werde in die Veranstaltung weiter investieren.
Die Deutsche Messe in Hannover sieht für die Computermesse CeBit bei einer stärkeren IFA-Konkurrenz nur geringe Risiken. "Wir gehen nicht davon aus, dass die CeBIT in Frage gestellt wird." Generell aber würde ein künftig einjähriger Turnus die Budgets der Messekunden insgesamt natürlich beeinflussen, räumte er ein. Damit gebe es eine Messe mehr, "die nicht notwendig wäre". Aus der Sicht der Branche sei dieser Schritt durchaus begrüssenswert, sagte Peter Weber von Panasonic Deutschland. "Als Unternehmen müssen wir nun aber zunächst unsere Marketing-Strategie neu prüfen."
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