Internationale Energieagentur: Märkte für Öko-Energie öffnen
Berlin - Die Internationale Energie-Agentur (IEA) sieht weltweit riesige Chancen für den Ausbau erneuerbarer Energien zum Klimaschutz und zur sicheren Energieversorgung. Die erneuerbaren Energien könnten im Jahr 2050 nahezu 50 Prozent des globalen Strombedarfs decken, schreibt die Agentur in einer am Montag in Berlin veröffentlichten Studie. «Deutschland ist dabei ein guter Vorreiter», sagte IEA-Exekutivdirektor Nobuo Tanaka. Europa sollte aber seine Grenzen nach innen und außen öffnen, um die Märkte durchlässiger zu machen und marktgerechte Preise zuzulassen.
Jedes Land - das gelte auch für Entwicklungsländer - sollte Prioritäten nach eigenen Bedürfnissen und Rahmenbedingungen setzen, sagte Tanaka. Global bleibe die Atomenergie zur Stromversorgung erforderlich. Keiner werde jedoch dazu gezwungen. «Wenn Deutschland dies nicht tun will, liegt es in seinem Ermessen.» In vielen Ländern müssen dem Bericht zufolge noch erhebliche Barrieren abgebaut werden.
Die Förderung erneuerbarer Energien müsse wie nach dem deutschen Gesetz zur Förderung von Ökostrom stufenweise bis zur jeweiligen Marktreife abnehmen.
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