Interesse an Ökostrom steigt ruckartig
Heidelberg - Das Interesse der Verbraucher an Ökostrom ist im Jahr 2011 deutlich angestiegen. Rund 60 Prozent der Verbraucher, die in diesem Jahr einen Stromanbieterwechsel über Verivox durchführten, haben sich für einen Ökostromtarif entschieden. Im Jahr 2010 lag diese Quote noch bei rund 30 Prozent.
Dieses Interesse hat in den letzten Tagen noch eine deutliche Steigerung erfahren. Der Anteil der Ökostromwechsler liegt derzeit bei mehr als 70 Prozent.
Gütesiegel für Ökostrom sind wichtig
Wer sich für einen Ökostromtarif entscheidet, sollte darauf achten, dass der Tarif auch ein entsprechendes Gütesiegel aufweist. Denn „Ökostrom“ ist kein gesetzlich definierter Begriff. Einige Ökostromangebote haben gar keinen Herkunftsnachweis oder weisen diesen lediglich über RECS-Zertifikate nach. Bei derartigen Tarifen ist nicht gesichert, dass die Entscheidung für Ökostrom auch dem Ausbau der Erneuerbaren Energien zugute kommt. Daher sollte bei der Wahl eines Ökostromtarifs mindestens auf ein TÜV-Zertifikat geachtet werden. Die strengsten Anforderungen ökologischer Nachhaltigkeit erheben die Gütesiegel „ok power“ und „Grüner Strom (Label Silber oder Gold)“.
Ökostrom in der Regel günstiger als Grundversorgung
Ökostromtarife sind häufig günstiger als der Grundversorgungstarif des örtlichen Anbieters. In der Grundversorgung bezahlt ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 kWh im Bundesdurchschnitt derzeit rund 1030 Euro. Die gleiche Menge Strom kostet beim günstigsten verfügbaren Ökostromangebot (ohne Vorauskasse) durchschnittlich 825 Euro. Die Ökostromtarife mit den strengsten Gütesiegeln sind in der Regel etwas teurer, liegen aber immer noch unter den Preisen der örtlichen Grundversorgung.
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