Intelligente Stromzähler verunsichern Energieversorger
Hamburg - Eine Studie der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting zeigt, dass in der Energiebranche große Unsicherheit bei der gesetzlich vorgeschriebenen Einführung von intelligenten Stromzählern ("Smart Meter") und variablen Tarifen herrscht. Die Einführung der Smart Meter geschieht in den meisten Unternehmen allein aufgrund des gesetzlichen Drucks. Einen wirtschaftlichen Nutzen erwarten die Versorger erst einmal nicht, zumal das Smart Metering für sie mit hohen Kosten verbunden ist.
Jeder zweite Energieversorger erwartet, dass die deutschen Haushalte in zehn Jahren mehrheitlich mit intelligenten Zählern ausgestattet sein werden. Doch die damit verbundenen Veränderungen sorgen bei den Versorgern für Unsicherheit statt für Aufbruchstimmung. Zwar planen beispielsweise über drei Viertel der Unternehmen, bis 2012 in neue zeit- und lastvariable Tarife zu investieren. Doch noch steckt das sogenannte Smart Metering bei den meisten Versorgern in den Kinderschuhen. Außerdem fehlt es vielfach an Strategien für eine erfolgreiche Umsetzung.
Der Grund: Vielen Unternehmen fehlt es bisher am prozessualen und IT-Know-how zur effizienten Einbindung der neuen Technik. Sie wissen beispielsweise nicht, wie sie die neue Datenflut bewältigen und die IT-Prozesse sowie das Kundenmanagement auf die neuen Anforderungen durch Smart Metering vorbereiten sollen. Einheitliche Standards für den Datenaustausch gehören dabei zu den wichtigen Voraussetzungen für den Erfolg des Smart Metering. 84 Prozent der Energieversorger sind überzeugt, dass sich die Branche bald auf eine Harmonisierung einigen wird.
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