Infineon-Verlust verdoppelt - Umsatz sinkt
dpa
München (dpa) - Der von einer Schmiergeldaffäre gebeutelte Chipkonzern Infineon hat jetzt auch noch mit drastisch gestiegenen Verlusten zu kämpfen. Das Minus vor Steuern und Zinsen verdoppelte sich im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2004/05 (30. September) im Vergleich zum Vorquartal auf 234 Millionen Euro, teilte Infineon am Dienstag mit. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern einen Gewinn von 2 Millionen Euro gemacht. Der Umsatz brach im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro ein. Damit lag er auf dem Niveau des zweiten Quartals.
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Die Verluste fielen noch einmal deutlich höher aus als von Analysten erwartet. Der Fehlbetrag unter dem Strich betrug 240 Millionen Euro nach 114 Millionen Euro im Vorquartal. Infineon führte das Minus teilweise auf die angekündigte Schließung des Werks München-Perlach zurück. Insgesamt seien Sonder-Aufwendungen in Höhe von 81 Millionen Euro angefallen. Hinzu kam der unerwartet starke Preisverfall in der Speicherchipsparte. Konzern-Chef Wolfgang Ziebart sieht trotz der schwachen Zahlen operative Fortschritte. "Wir haben bei der Restrukturierung unseres Unternehmens große Fortschritte gemacht."
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