Industrie sorgt sich um hohe Energiepreise - Krisentreffen beim BDI

dpa | 01.09.2004
Bild: Stromleitungen


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Berlin (dpa) - In der deutschen Wirtschaft wächst der Unmut über die steigenden Energiekosten. Vertreter der deutschen Industrie sind deshalb am Mittwoch beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin zu einem Krisentreffen unter Leitung von BDI-Präsident Michael Rogowski zusammen gekommen.

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BDI-Energieexperte Werner Marnette hat in der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe) heftige Kritik an der Preispolitik der Energieversorger geäussert. "Der Strompreis steigt und steigt", wird der Chef der Norddeutschen Affinerie zitiert. "Das ist ein Beitrag zur Deindustrialisierung Deutschlands." Nach Einschätzung Marnettes treiben die Energieversorger mit ihrer Marktmacht den Preis nach oben. "Freier Wettbewerb findet nicht mehr statt."

Daher wird in der Politik die Forderung nach einer wirksamen Aufsicht laut. "Die Preisfantasien der Konzerne zeigen: Deutschland braucht eine effektivere Regulierung der Netzmonopole, als sie die Bundesregierung plant", sagte der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" will die unionsgeführte Mehrheit im Bundesrat deswegen das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) der Bundesregierung als zu verbraucherfeindlich ablehnen.



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