In Japan soll Handy in Menschengestalt zu bestem Freund werden
AFP, Verivox
Tokio (AFP) - Japaner können ihre Unterhaltungen bald nicht mehr nur über ihre Handys, sondern auch direkt mit dem Mobiltelefon führen. Die Firma Softbank Mobile stellte am Donnerstag ein Handy vor, das nicht nur mit dem Besitzer kommuniziert, sondern auch menschlich aussieht: Das Display zeigt verschiedene Gesichter, zudem können Arme und Beine an das Telefon namens "Phone Braver" angebracht werden. Das Handy besitzt nach Angaben des Herstellers genug künstliche Intelligenz, um einfache Gespräche zu führen und die Gewohnheiten seines Besitzers zu erlernen.
Ruft der Nutzer mehrmals eine bestimmte Person an, erscheint aus dem Mund des Displaygesichts etwa die Textnachricht "In den vergangenen Tagen hast Du sie aber sehr oft angerufen, oder?". Der Nutzer kann dann mit einfachen Antworten wie "Ja" oder "Nein" ein Gespräch aufrecht erhalten. Die Einzelheiten der möglichen Gespräche stünden noch nicht fest, das Telefon könne jedoch zu einem einzigartigen Freund werden, ist Softbank-Mobile-Sprecher Katsuhide Furuya sich sicher. Das Telefon kann sich demnach zwar nicht selber bewegen, aber durch Gelenke in bestimmte Stellungen gebracht werden. "Phone Braver" soll im April in die Läden kommen, der Preis ist bislang noch nicht bekannt.
In Japan buhlen drei große Mobilfunkfirmen mit immer neuen Erfindungen um die Nutzer. Ende des vergangenen Jahres kamen 100 Millionen Handys auf die 127 Millionen Japaner. Das Land ist zudem bekannt für seine Zuneigung zu menschenähnlichen Robotern, die angesichts stetig sinkender Geburtenraten beispielsweise als Empfangsmitarbeiter oder Sicherheitsmänner eingesetzt werden.
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