Immer mehr Europäer verzichten auf Telefon-Festnetzanschluss
Spitzenreiter sind dabei die Tschechen. Dort nutzen 64 Prozent der befragten Haushalte nur noch Handys. Auf den Plätzen folgen Finnland (61 Prozent) und Litauen (53 Prozent). Deutschland rangiert mit 11 Prozent im europäischen Mittelfeld. Ebenfalls auf dem Vormarsch ist laut der am Freitag in Brüssel veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage die Internet-Telefonie.
Über das World Wide Web telefoniert inzwischen gut jeder fünfte Haushalt (22 Prozent). Das sind fünf Prozentpunkte mehr als bei einer vergleichbaren Umfrage im Vorjahr. Besonders hoch mit jeweils etwa der Hälfte ist der Anteil in Lettland (58 Prozent), Litauen (51), Tschechien (50), Polen und Bulgarien (46).
Über einen Internet-Anschluss verfügt inzwischen knapp die Hälfte (49 Prozent) der zwischen dem 9. November und dem 14. Dezember 2007 befragten Haushalte. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 42 Prozent. Als Grund dafür, kein Internet zu haben, nannte exakt die Hälfte der Befragten mangelndes Interesse.
Der Trend bei den Internet-Zugängen geht immer mehr zu Breitband-Anschlüssen: 36 Prozent der befragten Haushalte, die Internet haben, verfügen über diesen Zugang mit höherer Datenübertragungsrate. Das sind 8 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Die klassische Telefonzelle ist ein Auslaufmodell: Nur noch rund ein Fünftel der befragten Haushalte gab an, Telefonzellen zu nutzen. In Finnland, auf Zypern und in Litauen ist es sogar gar keiner mehr. Noch am häufigsten wird in Österreich und Spanien zum öffentlichen Telefonhörer gegriffen. Es sind dort vor allem Touristen, die teure Handy-Kosten für Auslandsgespräche fürchten.
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