IFA 2005: UMTS boomt

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Bild: Hand mit Smartphone


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Seit nunmehr zwei Jahren ist UMTS, das Universal Mobile Telecommunications System, in Deutschland in Betrieb. Marktforscher gehen aktuell von rund 500.000 UMTS-Nutzern in Deutschland aus. Auf der diesjährigen IFA (2. – 7. September) werden neben den neuesten Mobiltelefonen und Zubehörgeräten für UMTS auch neue Dienste wie Fernsehen auf dem Handy oder Videotelefonie vorgestellt.

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An erster Stelle steht bei UMTS jedoch nach wie vor der schnelle, drahtlose Zugang ins Internet. Über ein UMTS-Handy oder die spezialisierten "Cardphones“ können Besitzer von Notebooks oder PDAs in den mittlerweile rund 700 mit UMTS versorgten Ballungszentren mit einer Geschwindigkeit von bis zu 384 Kilobit/s E-Mails, Web-Seiten oder Download-Dateien aus dem Internet herunterladen. Das entspricht immerhin der sechsfachen Datenrate eines ISDN-Anschlusses.

Handys als intelligentes Multimedia-Terminal

Doch mittlerweile richten sich die Angebote des UMTS-Mobilfunk-netzes nicht nur an reisende Computeranwender. Mit UMTS wird das Handy beziehungsweise "Smartphone“ mehr und mehr zum intelligenten Multimedia-Terminal, das sogar bewegte Bilder oder Musik live aus dem Netz empfängt und auf seinem Display darstellt.

Mit der eingebauten Videokamera erlauben es UMTS-Handys, den Gesprächspartner auf Wunsch von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Die Videotelefonate funktionieren mittlerweile sehr einfach und auch über Netzgrenzen hinweg. Im Rahmen von Einführungsaktionen haben die Netzbetreiber die Tarife für Videoverbindungen reduziert, so dass ein mobiles UMTS-Bildtelefonat derzeit nicht teurer als eine normale Sprachverbindung ist. Nach Ablauf der Kennenlern-Phase dürften sich die Tarife für Videotelefonate beim doppelten Minutenpreis eines normalen Handygesprächs einpendeln. Die Akzeptanz der Nutzer in den ersten Monaten war nach Auskunft der Betreiber viel versprechend. Gerade zum Herzeigen interessanter Urlaubsorte oder beim Abstimmen eines Spontankaufs nutzen UMTS-Kunden gern die neue Kommunikationsform.

Fernsehen auf dem Handy

In Kooperation mit TV-Sendern sowie speziellen Inhalts-Lieferanten stellen UMTS-Anbieter Nachrichten-Clips, Aufzeichnungen von Fernsehübertragungen oder auch komplette, zeitversetzte TV-Filme und -sendungen zum Abruf zur Verfügung. Die Abrechnung erfolgt allein nach Nutzungszeit; über das für die Übertragung anfallende Datenvolumen brauchen sich Abonnenten keine Gedanken zu machen. In einigen UMTS-Tarifen ist ein monatliches Freikontingent von typischerweise zwei Stunden im Grundpreis bereits enthalten.

Obwohl auch schon komplette Fernsehfilm-Produktionen per Handy ausgestrahlt wurden, ist Handy-TV aber nicht als Alternative für den klassischen Fernsehempfang gedacht – zumal mit dem digitalen Antennen-Fernsehen DVB-T und der speziell für mobile Handgeräte ausgelegten Variante DVB-H eine effektivere Übertragungstechnik zur Verfügung steht als die bei Handys übliche Individual-Übertragung. Der Empfang von TV- und Videoclips per UMTS-Streaming erlaubt es den Anwendern, kurze Infotainment-Clips gezielt abzurufen, um zum Beispiel die aktuellsten Nachrichten unterwegs mit Bild und Ton zu empfangen oder beim Fachsimpeln mit Gleichgesinnten das Tor des Monats auf dem Handydisplay zu begutachten.

Fernsehen per Streaming auf dem Handy ist für Besitzer von UMTS-Mobiltelefonen schon heute Realität. Und spätestens zur Fussball-WM, die 2006 in Deutschland stattfindet, wollen die Mobilfunk-Netzbetreiber auch den auf DVB-H-Technik basierenden Broadcast-Dienst starten. Aus technischer Sicht können Fussball-Fans dann sogar komplette Spiele unterwegs auf ihrem Mobiltelefon verfolgen, wenn sie es zum Beispiel nicht rechtzeitig zum heimischen TV-Gerät geschafft haben. Wie diese gar nicht mehr weit entfernte Multimedia- und Tele­kommu­ni­ka­tions-Zukunftin Bild und Ton aussehen wird, können Besucher der IFA bereits im Herbst 2005 erleben.



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