IEA: Weltweit kein Uranmangel - Kernbrennstoff bleibt verfügbar

dpa
Bild: Stromleitungen



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Paris (dpa) - Gute Nachricht für die Atomwirtschaft: Weltweit steht mehr Uran zur Verfügung, als in den kommenden Jahrzehnten gebraucht werden. Bei einem realistischen Preis von 130 Dollar je Kilogramm könnten 4,74 Millionen Tonnen Uran gefördert werden, berichten die Internationale Energieagentur (IEA) und die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) in ihrer jüngsten gemeinsamen Marktanalyse. Das würde für 85 Jahre reichen.

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Die technisch ausbeutbaren Gesamtreserven seien mit 35 Millionen Tonnen aber ungleich höher. Zudem werde man dank technischer Fortschritte langfristig 30 Mal so viel Energie aus einer Einheit Uran herausholen können wie heute. Wegen der langen Vorlaufzeit von zehn Jahren von der Erkundung bis zur Erschließung von Lagerstätten könne es jedoch zwischenzeitlich zu Knappheit und Preissteigerungen führen, wenn nicht rechtzeitig investiert werde, hieß es.

Seit dem vorangegangenen Marktüberblick von 2001 haben sich die Uranpreise verfünffacht. Die Uranindustrie hat daher von 2002 bis 2005 ihre Investitionen in die Exploration weltweit auf 195 Millionen Dollar verdoppelt. Dabei verzehnfachten die USA ihre Ausgaben von 2002 bis 2004. Dies werde die nachgewiesenen Uranreserven weiter steigern, heißt es in dem "Rotbuch".

Die Uranpreise waren in den 90er Jahren gefallen, weil nach dem Ende des Kalten Krieges viel Uran aus militärischer Verwendung für die Stromerzeugung freigegeben wurde. 2004 stellte der Bergbau mit 40 263 Tonnen (plus zwölf Prozent) nur 60 Prozent des weltweiten Bedarfs der Stromwirtschaft von 67 450 Tonnen. Doch allmählich versiegen die "Zweitquellen" und die Kapazität der Atomkraftwerke dürfte bis 2025 um 22 Prozent auf 449 Gigawatt steigen, bei hoher Nachfrage sogar auf 533 Gigawatt. Damit werde der Uranbedarf der Stromwirtschaft auf 82 275 bis 100 760 Tonnen im Jahr steigen, heißt es. Dabei werde der Bedarf sich in Ostasien verdoppeln und in Mittel-, Ost- und Südeuropa um ein Drittel bis die Hälfte steigen, in Westeuropa wegen eines partiellen Ausstiegs aus der Kernkraft aber möglicherweise sinken.



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