IEA rechnet mit sinkender Ölnachfrage für 2012 und 2013
Paris - Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet angesichts des schwachen Wachstums der Weltwirtschaft und des hohen Ölpreises mit einer sinkenden Nachfrage nach Erdöl in diesem und im kommenden Jahr.
Der Zuwachs bei der Nachfrage könne auf 0,9 Millionen Barrel pro Tag in diesem Jahr und 0,8 Millionen im nächsten Jahr zurückgehen, teilte die IEA am Freitag in Paris mit. Dies wären 0,3 beziehungsweise 0,4 Millionen Barrel weniger als bisher erwartet. Die Energieagentur senkte damit zum vierten Mal seit Jahresbeginn ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage ab.
Nach den neuen Vorhersagen der IEA wird die weltweite Nachfrage ingesamt bei 89,6 Millionen Barrel pro Tag in diesem Jahr und 90,5 Millionen Barrel im nächsten Jahr liegen. Der Anstieg geht demnach vor allem auf die Nachfrage aus Schwellenländern zurück. Bei den beiden weltweit wichtigsten Nachfrageländern, den USA und China, wurde im Juni bereits ein Rückgang verzeichnet. Die IEA senkte zugleich ihre Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft im nächsten Jahr von 3,8 auf 3,6 Prozent ab. Für diese Jahr blieb es bei 3,3 Prozent.
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