• Seite drucken
  • Schriftgröße klein
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße groß

IEA: "Geopolitische Ungewissheiten" schrauben Ölpreis hoch

dpa | 12.07.2006
Bild: palniki gazowe


gesamtes Archiv
 RSS Feed abonnieren
Paris (dpa) - "Geopolitische Ungewissheiten" wie vor allem der Streit um das iranische Atomprogramm schrauben den Ölpreis nach einer Analyse der Internationalen Energieagentur (IEA) weiter hoch. Auch anhaltende Lieferausfälle in Nigeria und Raffinerie-Probleme hätten Folgen für den Markt, hält die IEA in ihrem am Mittwoch in Paris veröffentlichten Juli-Bericht zum Ölmarkt fest. Entspannend wirke sich aus, dass die nördliche Pipeline im Irak zusätzliches Rohöl liefere. Sieben Jahre mit Preiserhöhungen für Öl schlügen jedoch eindeutig auf den Markt durch: die Angebotsseite verbessere sich.

- Anzeige -
Mittelfristig sieht die IEA bis zum Jahr 2011 dank stärkerer OPEC- Förderung deutliche Reserven voraus, "die vielleicht aber keinen wesentlichen Einfluss auf die Preise haben werden." Dies hält die IEA in einem am Mittwoch erstmals zusätzlich herausgegebenden Bericht zu der mittelfristigen Entwicklung hervor. Danach wird die jährliche Nachfrage um 2,0 Prozent oder 1,8 Millionen Barrel (159 Liter) am Tag bis 2011 auf 93,7 Millionen Barrel täglich steigen, also etwas über dem Jahresschnitt von 1,8 Prozent der vergangenen zehn Jahre liegen.

Das Wachstum bei der Nachfrage im laufenden Jahr bleibt nach dem Monatsbericht im wesentlichen unverändert bei 1,21 Millionen Fass pro Tag. Der schwache Verbrauch in den OECD-Ländern werde von der starken Nachfrage aus China ausgeglichen. Für 2007 sieht die IEA eine um 1,57 Millionen Barrel täglich steigende Nachfrage voraus, getrieben vor allem vom wieder stärkeren Verbrauch in Nordamerika und Südostasien.

Das Rohölangebot aus Förderländern, die nicht zur Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) gehören, dürfte in den kommenden fünf Jahren um im Schnitt 1,1 Millionen Barrel am Tag (2,0 Prozent) zunehmen, von 51,3 Millionen Barrel 2006 auf 56,7 Millionen im Jahr 2011. Für diesen Zeitraum sagt die IEA um 3,3 Millionen Barrel pro Tag auf 36,3 Millionen Barrel steigende OPEC-Kapazitäten voraus. "Es besteht dabei wenig Zweifel daran, dass die hohen Preise die globale Nachfrage dämpfen werden", so die IEA.



Weitere Nachrichten vom 12.07.2006

MeinVerivox
  • Newsletter mit Spartipps
  • Aktionen & neue Tarife
  • Aufträge verfolgen
Benachrichtigungsservice
Aktuelle Tarifangebote für
Sie zusammengestellt.
Wechseln leicht gemacht
Herr Müller zeigt, wie's geht.

Herr Müller
Tarifwechsel ganz einfach
Services
Ratgeber
Geschäftspartner