IEA bekräftigt Forderung nach Ausbau von Öl-Förderkapazitäten

dpa
Bild: palniki gazowe



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Hamburg (dpa) - Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat ihre Forderung nach einem kräftigen Ausbau der Erdöl-Förderkapazitäten bekräftigt. "Wenn wir künftig Krisen vermeiden wollen, müssen die Förderländer ihre Hausaufgaben machen", sagte der IEA-Chef Nobuo Tanaka dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

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Zugleich erneuerte Tanaka seine Prognose, dass sich der Ölpreis trotz der aktuell rückläufigen Notierungen an den internationalen Märkten, nicht mehr nachhaltig entspannen werde: "Wir leben in Zeiten hoher Energiepreise, da führt kein Weg zurück." Zwar werde sich die Situation in den kommenden ein bis zwei Jahren beruhigen. "Danach aber dürfte sich die Lage erneut anspannen."

Die Förderländer investierten zu wenig in die Erschließung neuer Vorkommen und den Ausbau alter Anlagen. "Das gibt uns Anlass zur Sorge." Weltweit gehe das Volumen auf den existierenden Ölfeldern jährlich im Schnitt um fünf Prozent zurück: "Wir registrieren, dass die Fördermenge steil abfällt." Nach Einschätzung Tanakas werden jedes Jahr mehr als 3,5 Millionen Barrel Öl am Tag zusätzlich benötigt, um diese Verluste auszugleichen. Gleichzeitig aber steige die Nachfrage um rund eine Million Barrel am Tag. "Dieses Missverhältnis macht deutlich, wie ungeheuer eng der Markt ist."

Unterdessen hat sich der jüngste Preisrückgang auf den Ölmärkten nach Angaben des Energie Informationsdienstes (EID) vor allem bei leichtem Heizöl niedergeschlagen. 100 Liter (bei Abnahme von 3000 Litern) kosteten laut EID-Umfrage in der abgelaufenen Woche in 14 Städten durchschnittlich 85,75 Euro. Das waren 5,65 Euro weniger als in der Vorwoche und 12,50 Euro weniger als Anfang Juli, als mit 98,25 Euro der bisher höchste Preis erreicht wurde, heißt es in der aktuellen Ausgabe des Dienstes. Die höchsten Heizölpreise wurden in München mit bis zu 93,90 Euro verzeichnet, die niedrigsten in Rostock (85,50 Euro).



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