Holz und Sonne - Hausbesitzer haben Heizungsalternativen
Berlin - Je älter das Haus, desto unzufriedener sind die Eigentümer mit dem Energieverbrauch. 23 Prozent aller Hausbesitzer, die in einer mindestens zehn Jahre alten Immobilie wohnen, finden den Verbrauch zu hoch. Dieser Wert steigt nach einer GfK-Umfrage im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS), je älter die Immobilie ist.
An erster Stelle der Gegenmaßnahmen steht laut LBS die Modernisierung der Heizungs- und Warmwasseranlage. Dabei ließen sich mit einem Wechsel zu erneuerbaren Energien langfristig Kosten sparen. Alternativen zu herkömmlichen Heizungen böten Holzpelletöfen, Solarkollektoren und Wärmepumpen. Die Auswahl der Energieart sollte aber in jedem Fall den Anforderungen des Hauses entsprechen.
Bei den Holzpelletanlagen werden die genormten Pellets über einen Schlauch in den Tank geblasen und automatisch zum Brenner geführt. Der Eigentümer muss kein Holz nachlegen, allein die Asche gilt es hin und wieder zu entfernen. Die Anlagen erreichen hohe Vorlauftemperaturen und können andere Heizungsanlagen problemlos ersetzen. Für reine Solarheizungen und Wärmepumpen gilt dies dagegen nur eingeschränkt.
Solarkollektoren werden idealerweise mit moderner Brennwerttechnik (Öl-, Gas- oder Pelletheizung) kombiniert. Sie nutzen die Sonnenkraft, um über einen Wärmetauscher das Wasser zum Baden oder Duschen zu erhitzen. Wichtig ist ein möglichst großer und gut isolierter Warmwasserspeicher. Damit bleibt die konventionelle Heizung im Sommer aus. Erst wenn die Sonnenwärme nicht mehr ausreicht, wird der Brenner zugeschaltet.
Wärmepumpen gewinnen Umweltwärme und geben diese an das Heizsystem ab. Erd- und Grundwasserwärmepumpen sind sehr effizient, aber schwer nachrüstbar und für Modernisierungen daher wenig sinnvoll. Das gilt nicht für Luftwärmepumpen, die sich allerdings nur für den Betrieb von Fußbodenheizungen eignen. Wärmepumpen werden allerdings mit Strom betrieben, und der ist teuer.
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