Hohe Heizkosten: Vermieter wählen oft nicht die günstigste Lösung
Berlin - Viele Mieter müssen unnötig viel für ihre Heizung bezahlen, weil ihr Vermieter zu viel bezahlt und die hohen Kosten an sie weitergibt. Vermieter würden oft zu viel für den Einkauf von Brennstoffen wie Gas oder die Ablesefirma ausgeben, teilte die Klimaschutz-Beratung co2online mit. So könnten Mieter durchschnittlich 120 Euro pro Jahr einsparen, wenn der Vermieter den Energielieferanten wechseln würde.
Weitere 40 Euro Ersparnis sind demnach möglich, wenn eine günstigere Messfirma mit dem Ablesen der Zähler beauftragt würde. Die 160 Euro entsprechen bei im Durchschnitt 760 Euro Heizkosten pro Jahr einer Ersparnis von mehr als 20 Prozent.
Mieter können sich den Angaben zufolge gegen überhöhte Preise des Vermieters wehren. So kann jeder Mieter mit einem vom Bundesumweltministerium geförderten Gutachten feststellen, wie viel Geld er zu viel zahlt. Mit dem Ergebnis des Gutachtens kann der Mieter sich an den Vermieter wenden und diesen auffordern, die Kosten zu verringern. Darauf habe der Mieter wegen des Wirtschaftlichkeitsgebots im Bürgerlichen Gesetzbuch einen Anspruch.
Oft seien Vermieter schlicht zu wenig informiert, um die Heizkosten zu senken. Für die Berechnung des Einsparpotenzials verglich die gemeinnützige Initiative co2online die Daten von 12.500 Gebäuden in Deutschland.
Weitere Nachrichten vom 27.08.2010
- Mehrere Bundesländer drohen in Atomstreit mit Verfassungsklage
- Gmail: Eine Millionen Anrufe am ersten Tag
- Eil-Verfügung der Gema gegen YouTube von Gericht abgelehnt
- Gutachten: Kein zwingender Grund für Laufzeitverlängerung
- Freiwillige Selbstverpflichtung statt Atom-Zusatzabgabe?
- Stromspartipps für Computer und Zubehör
- Google hat Echtzeitsuche erweitert
- Teure Energie: Einfuhrpreise für Öl und Gas explodieren
- Blitze werden überschätzt: Warum es keine Blitzkraftwerke gibt
- Internet-TV: Vodafone macht seine Kunden zum Programmdirektor
- Wüstenstrom-Initiative Desertec will mehr Hilfe aus Berlin
- United Internet liegt gut im Plan und verzeichnet Umsatzplus
- US-Ölpreis pendelt sich bei der Marke von 73 US-Dollar ein

