Hohe Energiepreise setzt Aluminiumbranche unter Druck
Während die Hamburger Aluminiumwerke (HAW) und das Hüttenwerk der Hydro Aluminium in Stade vor der Schliessung stehen, ist die Corus- Hütte in Voerde (Dinslaken) vorerst gerettet. Mit dem Energiekonzern E.ON sei eine Lösung für die höchst gefährdete Anlage gefunden worden, sagte Buddenbaum, der auch Direktor der Corus Aluminium Division (Koblenz) ist. Zu den Details der Abkommens sei Stillschweigen mit E.ON vereinbart worden.
Der Umsatz in der gesamten Aluminiumindustrie wird nach weiteren Angaben des GDA-Präsidenten in diesem Jahr voraussichtlich 13,5 Milliarden Euro erreichen und sich damit auf hohem Niveau stabilisieren. Unverändert sind in der Branche, zu der neben den Primär- und Sekundärerzeugern auch die Weiterverarbeiter zählen, rund 73 000 Menschen beschäftigt. Rund 41 Prozent der gesamten Produktion werden im Ausland abgesetzt.
Wichtigster Abnehmer bleibt die Automobilindustrie. Aber auch der Maschinenbau, der Bausektor und die Verpackungsindustrie nehmen grössere Mengen ab. Nachdem der Aluminiumbedarf in Deutschland 2004 rund 3 Millionen Tonnen erreichte, soll er in diesem Jahr erneut moderat wachsen. Mittel- bis langfristig stünden die Chancen für nachhaltiges Wachstum in der Branche gut, betonte Buddenbaum. Neben dem Automobilbau setzen die Hersteller unter anderem auf das Come- back der Getränkedosen und die Solartechnik.
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