Höhere Einkaufspreise, höhere Abgaben: Strompreise ziehen an

dpa | 23.12.2003
Bild: Stromleitungen


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Leipzig (dpa/sn) - Die meisten Stromversorger in Sachsen planen im kommenden Jahr Preiserhöhungen. Gründe sind nach Angaben der Energieunternehmen höhere Beschaffungspreise und hohe staatliche Abgaben. Beim Wirtschaftsministerium lagen von rund zwei Drittel der 39 Energieversorger Anträge auf Preiserhöhungen vor, sagte Ministeriumssprecherin Annette Binninger der dpa. Über einen Grossteil der Anfragen soll noch bis zum Jahresende entschieden werden, damit die neuen Preise von Januar 2004 an gelten könnten.

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So wird der Haushaltstarif der Energieversorgung Sachsen Ost AG für einen Durchschnittskunden mit einem Jahresverbrauch von 2700 Kilowattstunden zum 1. Januar um 1,17 Euro brutto steigen. Das entspreche einer Erhöhung um 1,17 Prozent, sagte Unternehmenssprecherin Claudia Kuba. Als Gründe nannte das Unternehmen höhere Investitionen bei Kraftwerksbetreibern. Jedoch machten auch die staatlichen Abgaben wie Stromsteuer, Konzessionsabgabe sowie Zahlungen nach dem Erneuerbare-Energien- Gesetz mittlerweile 36 Prozent des Strompreises aus. Seit der Liberalisierung des Strommarktes 1998 habe sich dieser Anteil am Strompreis vervierfacht. "Die Preisvorteile, die sich aus der Öffnung des Marktes ergeben haben, sind praktisch aufgezehrt", sagte Kuba.

Die Mitteldeutsche Energie AG (enviaM/Chemnitz) als grösster ostdeutscher Regionalversorger will Tarifsteigerungen um fünf bis zehn Prozent. Als Gründe für die geplanten Preissteigerungen nannte er unter anderem höhere Importkosten für Gas und Kohle, aber auch hohe staatliche Abgaben. Zudem seien zahlreiche veraltete Kraftwerke in Europa stillgelegt worden, so dass es kein Überangebot an Strom mehr gebe wie noch einigen Jahren.

"Wir reichen die höheren Kosten jedoch nicht zu einhundert Prozent an die Kunden weiter", betonte Buscher. Die enviaM versorgt rund 1,6 Millionen Kunden mit Strom und stromnahen Dienstleistungen, Wasser und Wärme sowie Telefondiensten.



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