Hintergrund: Wie Siemens mit der Handy-Sparte scheiterte
Hohe Marktanteile erreichte Siemens vor allem auf dem Heimatmarkt Deutschland. Hier zu Lande war zeitweise fast jedes zweite Handy, das über den Ladentisch ging, von Siemens. Stark war der Konzern auch in Südamerika. Dieser Trend verstärkte sich, als Siemens Trikotsponsor von Real Madrid wurde und Superstar Ronaldo den Schriftzug "Siemens Mobile" auf dem Leib trug.
Trotz aller Anstrengungen kam das Geschäft jedoch nicht in Gang, der Marktanteil sank weiter. Als die Verluste eine Million Euro pro Tag erreichten, zog Siemens-Chef Klaus Kleinfeld, der einst noch das Konkurrenz-Handy eines Journalisten demonstrativ in einem Wasserglas versenkte, die Notbremse: Im Juni 2005 wurde die Sparte mit damals weltweit rund 6000 Beschäftigten an den taiwanesischen BenQ-Konzern abgegeben. Siemens legte noch 350 Millionen Euro vor Steuern drauf.
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