Hintergrund: UMTS, HSDPA, EDGE: Immer mehr Abkürzungen im Mobilfunk

dpa
Bild: Hand mit Smartphone



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Hannover (dpa) - Die Entwicklung der Datenübertragung im Mobilfunk ist zunehmend von Abkürzungen und manchmal sperrigen Bezeichnungen geprägt - und es kommen immer neue hinzu. UMTS dürfte hier zu Lande der am meisten bekannte Begriff sein. Der Standard (Universal Mobile Telecommunications Systems) ermöglicht als erster eine wirklich schnelle mobile Datenübertragung. Bisher waren mit ihm 384 kBit pro Sekunde möglich - immerhin sechs Mal schneller als eine ISDN-Leitung.

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Mit dem Datendienst HSDPA (High Speed Downlink Packet Access), der derzeit in Europa eingeführt wird, sollen es endlich 1,8 MBit pro Sekunde im UMTS-Netz sein, also etwa die Geschwindigkeit häuslicher DSL-Leitungen. Theoretisch können bis zu 14,4 MBit/Sekunde erreicht werden, allerdings muss man im Mobilfunk Abschläge wegen der Entfernung zur Basisstation oder der Fahrtgeschwindigkeit hinnehmen.

UMTS gehört zu den so genannten 3G-Standards (dritte Generation), die Internet und Multimedia-Anwendungen auf dem Handy zu einem breiten Markt machen sollen. Nach Milliardeninvestitionen der Industrie kommt UMTS aber nur schleppend in Gang. Ende 2005 waren bei insgesamt 80 Millionen Mobilfunk-Nutzern in Deutschland nur 2,3 Millionen UMTS- Handys und Notebook-Karten im Einsatz. Ende dieses Jahres sollen es immerhin neun Millionen sein.

In Europa soll UMTS auf lange Sicht den immer noch dominierenden GSM-Standard ablösen. GSM (Global System for Mobile Communication) ermöglichte an sich nur Daten-Übertragungsraten von 9,6 kBit pro Sekunde, mit der GPRS-Technologie (General Packet Radio Service) waren aber schon in den vergangenen Jahren Geschwindigkeiten von bis zu 171 MBit pro Sekunde möglich. Datendienste wie WAP oder i-Mode zur Darstellung speziell angepasster Internet-Inhalte verlieren mit steigenden Bandbreiten inzwischen ihre Bedeutung. Ein Überbleibsel der GSM-Ära ist noch der Dienst EDGE, der gerade auch in Deutschland eingeführt wird. Er soll vor allem in Gegenden ohne UMTS-Abdeckung Übertragungsraten von bis zu 473,6 MBit pro Sekunde gewährleisten.

UMTS ist nicht der einzige 3G-Standard. China mit seinem riesigen Markt geht Beispielsweise einen Sonderweg mit TD-SCDMA (Time Division Synchronous CDMA). Der zusammen mit Siemens entwickelte Standard soll um Teil effizienter beim Datentransfer sein. In den USA, wo der Mobilfunk-Markt statt GSM vom CDMA-Standard dominiert wird, könnten sich auch eigene Nachfolgeformate durchsetzen.



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