Hintergrund: UMTS, HSDPA, EDGE: Immer mehr Abkürzungen im Mobilfunk
UMTS gehört zu den so genannten 3G-Standards (dritte Generation), die Internet und Multimedia-Anwendungen auf dem Handy zu einem breiten Markt machen sollen. Nach Milliardeninvestitionen der Industrie kommt UMTS aber nur schleppend in Gang. Ende 2005 waren bei insgesamt 80 Millionen Mobilfunk-Nutzern in Deutschland nur 2,3 Millionen UMTS- Handys und Notebook-Karten im Einsatz. Ende dieses Jahres sollen es immerhin neun Millionen sein.
In Europa soll UMTS auf lange Sicht den immer noch dominierenden GSM-Standard ablösen. GSM (Global System for Mobile Communication) ermöglichte an sich nur Daten-Übertragungsraten von 9,6 kBit pro Sekunde, mit der GPRS-Technologie (General Packet Radio Service) waren aber schon in den vergangenen Jahren Geschwindigkeiten von bis zu 171 MBit pro Sekunde möglich. Datendienste wie WAP oder i-Mode zur Darstellung speziell angepasster Internet-Inhalte verlieren mit steigenden Bandbreiten inzwischen ihre Bedeutung. Ein Überbleibsel der GSM-Ära ist noch der Dienst EDGE, der gerade auch in Deutschland eingeführt wird. Er soll vor allem in Gegenden ohne UMTS-Abdeckung Übertragungsraten von bis zu 473,6 MBit pro Sekunde gewährleisten.
UMTS ist nicht der einzige 3G-Standard. China mit seinem riesigen Markt geht Beispielsweise einen Sonderweg mit TD-SCDMA (Time Division Synchronous CDMA). Der zusammen mit Siemens entwickelte Standard soll um Teil effizienter beim Datentransfer sein. In den USA, wo der Mobilfunk-Markt statt GSM vom CDMA-Standard dominiert wird, könnten sich auch eigene Nachfolgeformate durchsetzen.
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