Hintergrund: RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW haben deutschen Strommarkt im Griff
Verivox | 01.06.2006
Mit vier großen Versorgern ist der deutsche Strommarkt praktisch ein Oligopol. Vor allem die beiden Riesen RWE und E.ON beherrschen das Marktgeschehen. Gemeinsam mit der Vattenfall Europe und EnBW kommen sie nach Berechnungen des Verbandes der industriellen Energie- und Kraftwerkswirtschaft (VIK) auf einen Marktanteil von 80 Prozent bei der Stromerzeugung. Daran hat sich auch nach der Liberalisierung des Strommarktes 1998 nichts Wesentliches geändert.
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Zwar sind in der Versorgerbranche inzwischen zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen aktiv. Aber sie sind - weil sie über keine eigenen Netze verfügen - den großen Marktspielern ausgeliefert. Erst seit dem vergangenen Jahr überwacht die Bundesnetzagentur den Netzzugang und damit die Durchleitungsentgelte. Damit soll die Marktabschottung gegen neue Anbieter durch überhöhte Zugangsgebühren geknackt werden und die Strompreise für die Endverbraucher sinken.
Tätig sind die Stromriesen nicht bundesweit, sondern haben regionale Schwerpunkte, die in etwa den vier Regelzonen entsprechen. Wegen mangelnder Konkurrenz können sie damit zusätzlich ihre Stärken ausspielen. So hat der RWE-Konzern in Nordrhein-Westfalen, Rheinland- Pfalz, dem Saarland und in Teilen von Bayern seinen Schwerpunkt. Dagegen besitzt E.ON in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen und Bayern Versorgungshoheit. Die EnBW hat ihre Stärken in Baden- Württemberg und Vattenfall in den neuen Bundesländern.
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