Hintergrund: Ehemaliges Eisenerzbergwerk Schacht Konrad soll Atomendlager werden
2002 wurde das Endlager schließlich genehmigt - kurz danach gingen die Klagen vom zwei Landwirten und drei Kommunen ein, über die nun erstmals verhandelt wird.
In den Stollen dürfen laut Genehmigung 303 000 Kubikmeter Atommüll von geringer Wärmeentwicklung entsorgt werden. Solcher schwach und mittel radioaktiver Abfall macht 95 Prozent des gesamten deutschen Atommülls aus. Er fällt in Kraftwerken und bei der Wiederaufarbeitung ebenso an wie in Forschungslabors, Kliniken oder in der Industrie. Ursprünglich war sogar beantragt, mehr als die doppelte Menge Müll einzulagern.
In Schacht Konrad investierten bisher vor allem die Energie- Unternehmen fast 900 Millionen Euro. Für eine Realisierung des Projektes wären nach Einschätzung von Fachleuten wenigstens weitere 800 Millionen Euro Investitionen und eine Bauzeit von mindestens vier Jahren nötig.
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