Hintergrund: Die Klimapakete der Bundesregierung
- Klimapaket I
Der Anteil von Ökostrom am Energieverbrauch soll bis 2020 auf bis zu 30 Prozent verdoppelt werden. Die Kosten für einen Haushalt mit 3500 Kilowattstunden Stromverbrauch im Jahr steigen laut Umweltministerium von monatlich drei auf fünf Euro 2015 und gehen dann leicht zurück. Vor allem Windenergie soll ausgebaut werden. Die Solarförderung wird zurückgefahren.
Für Hausbauer soll von 2009 an eine Pflicht für Öko-Heizungen in Neubauten gelten. Bei Altbauten soll es nur finanzielle Anreize geben, um mit modernen Brennern, Solar- und Holzpelletanlagen voranzukommen.
Für Kraft-Wärme-Kopplung sollen 750 Millionen Euro jährlich ausgegeben werden, um die parallele Produktion von Strom und Wärme bis 2020 von 11 auf 25 Prozent auszubauen.
Intelligente Stromzähler sollen die Nutzung unterschiedlicher Tages- und Nachttarife ermöglichen.
- Klimapaket II
Bei Neubauten und grundlegender Sanierung von Altbauten soll es schärfere Standards zum Energiesparen geben. Von 2009 an sollen 30 Prozent Kilowattstunden pro Quadratmeter Energie eingespart werden. Dies soll auch für Ein- und Zweifamilienhäuser gelten.
Die Maut auf Autobahnen steigt laut den Plänen für Lkw über 12 Tonnen von durchschnittlich 15 Cent auf durchschnittlich 16,3 Cent pro Kilometer. Wer mehr Abgas ausstößt, muss mehr zahlen. Spediteure werden zugleich entlastet.
Die Stromnetze werden ausgebaut, damit sie den höheren Anteil an erneuerbaren Energien transportieren können. Ein Teil soll unterirdisch verlaufen.
- Offene Pläne
Die Koalition hat die Umstellung der Kfz-Steuer vom Hubraum auf den Abgasausstoß auf 2010 verschoben. Die Details sollen früher feststehen. Über die Verbrauchskennzeichnung soll EU-weit entschieden werden.
Mieter sollen nach Vorstellung von Umwelt- und Bauministerium die Heizkosten kürzen können, wenn Vermieter die Standards zum Energiesparen nicht einhalten. Ein Kompromiss ist für Herbst geplant.
Der Bundestag berät derzeit über eine veränderte Strategie für Bioenergie.
Über die Vorgaben zur Senkung von CO2-Werten für die Autoindustrie wird auf europäischer Ebene verhandelt.
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