Hintergrund: Die größten Stromausfälle
Ende November 2005 knickten nach einem Wintereinbruch mehr als 80 Strommasten im Münsterland um. Zeitweise waren mehr als 250 000 Menschen von der Versorgung abgeschnitten, Tausende saßen tagelang im Dunkeln. Am 2. September 2004 kam es zum bis dahin größten deutschen Nachkriegs-Störfall. Rund eine Million Menschen in Rheinland-Pfalz und Luxemberg waren betroffen. Als Auslöser gilt ein Kurzschluss. In Gütersloh verursachte ein Sabotageakt am 21. Dezember 2003 einen Stromausfall, der sich auf rund 300 000 Menschen auswirkte.
Im Ausland erreichen Stromausfälle oft größere Dimensionen. Russlands Hauptstadt Moskau erlebte am 25. Mai 2005 den größten Stromausfall seiner Geschichte. Es herrschten teils chaotische Zustände. Vom bisher größten "Blackout" am 14. August 2003 waren mehr als 50 Millionen Menschen in den USA und Kanada betroffen. Zeitweise wurden mehr als 100 Kraftwerke abgeschaltet. Als Ursachen gelten Computerfehler und ein altes Netz. Der "Blackout" in New York am 13. Juli 1977 erreichte traurige Bekanntheit durch massive Plünderungen. Der schwere Stromausfall in Nordwesten der USA und Kanadas im November 1965 traf rund 25 Millionen Menschen.
Das italienische Stromnetz gilt europaweit als anfällig. Am 28. September 2003 waren 56 Millionen Italiener ohne Strom. Auslöser war der Ausfall von zwei Schweizer Hochspannungsleitungen. Nach Angaben des Verbands der Netzbetreiber fiel für den Stromkunden in Italien im Jahr 2004 durchschnittlich für 180 Minuten der Strom aus. Schlusslichter im europäischen Vergleich sind Polen und Portugal mit 300 Minuten. Deutschland liegt mit 23 Minuten an der Spitze.
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