Hildegard Müller wechselt in Hauptgeschäftsführung des BDEW

AFP | 25.07.2008
Bild: Stromleitungen


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Berlin (AFP) - Die Staatsministerin im Bundeskanzleramt und frühere Vorsitzende der Jungen Union, Hildegard Müller (CDU), wechselt in die Wirtschaft. Die 41-Jährige wurde vom Vorstand des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Freitag in Berlin zur Vorsitzenden der Hauptgeschäftsführung berufen, wie Müller sowie der Verband mitteilten. Die Diplom-Kauffrau wird die neu geschaffene Position beim Branchenverband im Oktober übernehmen. Die enge Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war bisher im Kanzleramt unter anderem für die Koordination zwischen Bund und Ländern zuständig. Ihr Amt als Staatsministerin sowie ihr Abgeordnetenmandat wird Müller mit Übernahme der neuen Aufgabe beim BDEW niederlegen.

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"Ich habe mich nach reiflicher Überlegung entschlossen, diese Berufung anzunehmen und diese Funktion zum 1. Oktober 2008 zu übernehmen", erklärte Müller. Sie kündigte auch an, dass sie sich auf dem nächsten Bundesparteitag der CDU im Dezember nicht erneut zur Wahl für das Präsidium der Partei stellen werde. Für die "gute Zusammenarbeit" innerhalb der Bundesregierung bedankte sie sich ausdrücklich und hob hervor: "Dabei gilt mein besonderer Dank Angela Merkel für das Vertrauen, das sie mir bei der Übertragung des Amtes als Staatsministerin entgegen gebracht hat. Die jahrelange Zusammenarbeit mit ihr war für mich stets eine Ehre und persönliche Bereicherung."

Sie freue sich auf ihre neue Aufgabe, erklärte Müller weiter. Sie dankte zudem "all denjenigen, die mich in den vergangenen Jahren so vielfältig unterstützt und die mir ihr Vertrauen entgegengebracht haben." Sie fügte hinzu: "Dies betrifft insbesondere meine Zeit als Mitglied des Deutschen Bundestages." Gerne hätte sie sich daher erneut um ein Mandat in Düsseldorf beworben.

Die Energie- und Wasserwirtschaft-Unternehmen stehen seit Monaten am Pranger: Einerseits steigen die Energiepreise stetig, andererseits fahren viele Unternehmen Rekordgewinne ein. Der BDEW suchte Zeitungsberichten zufolge eine Person, die die Belange der Branche in der Öffentlichkeit glaubhaft vermitteln kann und zugleich der Politik als Ansprechpartner dient. Zuvor habe sich die Suche als schwierig erwiesen.

Der BDEW vertritt nach eigenen Angaben rund 1800 Unternehmen. Das Spektrum der Mitglieder reicht demnach von lokalen und kommunalen Betrieben über regionale bis hin zu überregionalen Anbietern. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Stromabsatzes, gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes, 90 Prozent des Erdgasabsatzes sowie 80 Prozent der Trinkwasser-Förderung und 60 Prozent der Abwasser-Entsorgung in Deutschland. Der BDEW wurde im Herbst 2007 durch die Fusion von fünf Einzelorganisationen gegründet.



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