High-Tech-Branche gewinnt an Fahrt - CeBIT mit weniger Ausstellern
Allerdings werden sich die Märkte in Europa und den USA leicht unter den weltweiten Erwartungen entwickeln. Nach wie vor sind die USA mit einem Anteil von 32 Prozent der grösste IT-Markt der Welt. Europa liegt auf Platz 2 mit 30,2 Prozent. 2004 sollen die Umsätze in Europa um 3,1 Prozent auf 611 Milliarden Euro, 2005 um 4,4 Prozent auf 638 Milliarden Euro steigen. Die Markterwartungen für Deutschland werden während der CeBIT bekannt gegeben.
Berchtold sagte, in manchen Bereichen, etwa bei Kamera-Handys, Digitalfotografie, Notebooks oder Sicherheit, werde es Wachstumsraten geben, "die uns an die 90er Jahre erinnern". Durch die Konsolidierung habe die Branche an Reife gewonnen. "Mittelfristig werden wir etwa doppelt so schnell wachsen wie die Wirtschaft insgesamt, und das auf dem erreichten hohen Niveau." Das stärkste Wachstum werde es bei Software und IT-Services geben. Die Hersteller von Geräten und Systemen seien nach einem Umsatzrückgang von 5 Prozent 2003 nun wieder im Plus.
Bei der Verbraucher-Elektronik habe es im Markt einen grundsätzlichen Wechsel gegeben. Die digitalen Geräte seien 2003 an den analogen vorbeigezogen. 2003 lagen die Umsätze mit Digital- Geräten bei 24,4 Milliarden Euro in Westeuropa, die analogen bei 20 Milliarden Euro. Video- und Kassettenrekorder würden in den kommenden Jahren ihre Bedeutung verlieren. "Die Umsätze mit Digitalkameras liegen heute schon höher als der gesamte analoge Hifi-, Audio- und Video-Bereich", sagte Berchtold. Bei den digitalen Flachbildschirmen werde 2004 ein Wachstum von 68 Prozent erwartet. Schon jetzt haben sie laut Berchtold einen Marktanteil von 12 Prozent.
Zwar werde auch in der letzten Woche vor Start der Messe noch mit weiteren Anmeldungen gerechnet, das Niveau des Vorjahres werde aber vermutlich nicht ganz erreicht werden, hiess es. Besonders in den vergangenen Wochen hätten sich noch zahlreiche Firmen für einen Stand auf der Computermesse entschieden. Nach derzeitigem Stand kommen gut 3400 Aussteller aus Deutschland, der Rest aus 64 Ländern der Welt. Aus Asien gebe es einen regelrechten Boom, sagte Raue. Allein 709 Firmen hätten sich aus Taiwan - damit die führende Auslandsnation - angemeldet. Die Zahl der chinesischen Aussteller sei von 111 im vergangenen Jahr auf 189 gestiegen.
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