Heizspiegel soll Mietern Mass geben und Vermieter mahnen
dpa
Mainz (dpa/lrs) - Die Hälfte der Heizenergie könnte eingespart werden, wenn Wohnhäuser auf dem aktuellen Stand der Technik wären. Das sagte der Mainzer Umweltdezernent, Wolfgang Reichel, bei der Vorstellung des in der Landeshauptstadt vorgestellten "Heizspiegels" am Donnerstag. Als eine der ersten von 36 Städten in Deutschland beteilige sich Mainz damit an der Kampagne "Klimaschutz in privaten Haushalten und beim Kleinverbrauch" des Bundesumweltministeriums. In den nächsten Monaten würden "Heizspiegel" für 34 weitere Städte erstellt, darunter Frankfurt, Hamburg, Dresden, Dortmund und Kiel.
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Die Berliner Beratungsgesellschaft "co2online" erstellt die "Heizspiegel" nach dem Vorbild der Mietspiegel, die ebenfalls zum Kostenvergleich dienen. Die Übersicht sei eine Interpretation der individuellen Heizkostenabrechnungen, erläuterte Geschäftsführer Johannes Hengstenberg. Etwa jedes zehnte Wohnhaus habe einen ausgesprochen hohen Energieverbrauch. Mit Hilfe der Tabellen in dem Faltblatt könnten Mieter und Hauseigentümer leicht den eigenen Wert ermitteln und mit den Durchschnittswerten für ihre Stadt vergleichen.
"Hier ist die Verbindung von Ökologie und Ökonomie gegeben", betonte Peter Herrnberger, Geschäftsführer der Wohnbau Mainz GmbH, die nach eigenen Angaben jedes fünfte Mehrfamilienhaus in Mainz verwaltet. Er kritisierte gleichzeitig die hohen Kosten für Heizdienstleistungen wie Ablesen und Abrechnung. Die kostenlose Broschüre zum Mainzer "Heizspiegel" ist bei der Stadtverwaltung zu beziehen und enthalte einen Gutschein für ein kostenloses Gutachten.
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